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Schwerkranken die Hand reichen

Das Begleiten von todkranken Menschen ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Dieser nimmt sich der Hospiz- und Entlastungsdienst AR seit 2014 an. Nun wurde der Verein um sieben Gemeinden erweitert.
Miranda Diggelmann
Die Hauptaufgabe des 2014 gegründeten Ausserrhoder Vereins Hospiz- und Entlastungsdienst ist die Begleitung von todkranken Menschen.

Die Hauptaufgabe des 2014 gegründeten Ausserrhoder Vereins Hospiz- und Entlastungsdienst ist die Begleitung von todkranken Menschen.

Heutzutage werden die Menschen um einiges älter als früher. Mehr ältere Leute bedeuten aber auch mehr kranke Leute, die auf Unterstützung angewiesen sind. Demnach wird gegenwärtig mehr Betreuung über eine längere Zeitspanne benötigt. Unter anderem auch weil Angehörige in unserer Zeit teilweise weiter entfernt wohnen als früher.

Aus diesen und weiteren Gründen wurde 2014 der Verein Hospiz- und Entlastungsdienst AR gegründet. Im Gründungsjahr wurde der Verein ausschliesslich von den Gemeinden Speicher, Trogen und Wald unterstützt. Letztes Jahr wurde die Organisation jedoch um sieben Gemeinden Herisau, Hundwil, Schönengrund, Schwellbrunn, Stein, Urnäsch und Waldstatt erweitert. Heute findet erstmals eine Hauptversammlung in der vergrösserten Formation statt.

Begleiten, unterstützen und entlasten

«Unser Verein begleitet nicht nur schwerkranke und sterbende Menschen, sondern unterstützt und entlastet auch deren Angehörige», sagt Sigrun Holz, Präsidentin des Hospiz- und Entlastungsdienstes AR. Oftmals sind schwerkranke Menschen froh darüber, nicht alleine sein zu müssen. Für dieses und weitere Anliegen der meist Todkranken gibt es den Hospiz- und Entlastungsdienst.

«Unser Verein begleitet nicht nur schwerkranke Menschen, sondern unterstützt und entlastet auch deren Angehörige.»
- Sigrun Holz, Präsidentin des Vereins Hospiz- und Entlastungsdienst

«Unsere Hauptaufgaben bestehen darin, kranke Menschen im Spital, im Altersheim oder zu Hause zu besuchen, für sie da zu sein, sie zu begleiten und zu beschäftigen», erklärt Sigrun Holz. Die rund 20 Mitarbeiter des Vereins – der Grossteil davon arbeitet ehrenamtlich – leisten noch viel mehr. Ihre Aufgaben reichen von der Sterbebegleitung bis hin zur Entlastung und Unterstützung der Angehörigen. «Aber nicht nur schwerkranke Menschen nehmen unseren Dienst in Anspruch», so Sigrun Holz. Der Ausserrhoder Verein nimmt sich beispielsweise auch dementen Leuten an. Mit ihnen gehen die Mitarbeiter des Vereins etwa spazieren oder beschäftigen sie anderweitig. Auch Behinderte, beziehungsweise deren Angehörige, würden die Arbeit des Hospiz- und Entlastungsdienstes sehr schätzen, so Holz. «Grundsätzlich unterstützen wir jeden, der froh um unsere Hilfe ist. Ob jung, alt, todkrank, behindert oder dement – das spielt keine Rolle», sagt Sigrun Holz. Der Hospiz- und Entlastungsdienst arbeite ausserdem eng mit der Spitex zusammen. «Manchmal ist die Spitex froh um zusätzliche Hilfe, etwa bei einem nächtlichen Einsatz. Dann springen wir gerne ein», erklärt die Vereinspräsidentin Sigrun Holz.

Finanziell unterstützt wird der Hospiz- und Entlastungsdienst von den zehn Mitgliedergemeinden und von Spenden, welche der Verein durch Kollekten und Mund-zu-Mund-Propaganda einholt.

Weitere Infos:

Mehr Informationen zum Hospiz- und Entlastungsdienst finden sie auf www.hospiz-ar.ch

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