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SCHWENDE: Ebenalpbahn plant die Zukunft

Der Verwaltungsrat der Luftseilbahn Wasserauen–Ebenalp plant die Zukunft. Erweiterung der Bergstation, Sondernutzungsplan im Tal, Bildungsprojekt und zwei neue Verwaltungsräte sind nur Teile davon.
Martin Brunner
Josef Schmid wird im Verwaltungsrat neu auch mit Dominik Breu und Patrik Ulmann zusammenarbeiten (von links). (Bild: Martin Brunner)

Josef Schmid wird im Verwaltungsrat neu auch mit Dominik Breu und Patrik Ulmann zusammenarbeiten (von links). (Bild: Martin Brunner)

Martin Brunner

redaktion@appenzellerzeitung.ch

Die Luftseilbahn Wasserauen-Ebenalp ist auf Erfolgskurs. Die Anzahl der transportierten Personen stieg von 182 595 im Jahr 2012 auf aktuell 250 065. Der Nettoertrag stieg um fünf Prozent auf fast 2,8 Millionen Franken. Der Gewinn liegt bei etwas mehr als 592 000 Franken. Der Gewinnvortrag auf neue Rechnung liegt sogar leicht über einer Million Franken.

Den Aktionären war an der Generalversammlung in Schwende eine Dividende von 15 Prozent auf den Nennwert von 75 Franken sicher. Nach dem Rücktritt von Markus Koster (er wird Geschäftsführer bei der Kronbergbahn) kann der neu gewählte Verwaltungsrat Patrik Ulmann aus Kriessern also solide Finanzen übernehmen. Dominik Breu aus Gonten ergänzt ebenfalls neu das Gremium.

Naturerlebnis bieten

Grosses Gewicht legte der Verwaltungsratspräsident Josef Schmid an der Generalversammlung auf die Zukunft der Bahn. «Wir wollen unseren Gästen ein Erlebnis anbieten, das Natur und Kultur mit Qualität ins Zentrum setzt», sagte er. «Das bedeutet, dass wir ihnen eine authentische, möglichst emotionale Zeit verschaffen wollen. Dieses Angebot verzichtet auf Effekthascherei, passt zum Alpstein und soll von grosser Nachhaltigkeit sein.»

Mit dieser Philosophie packte der Verwaltungsrat die Erweiterung der Bergstation an, die eine Optimierung der Wartehalle zum Ziel hat. Läuft alles rund, so ist gemäss Schmid der Baubeginn auf Juni vorgesehen. Technisch kaum oder nur schlecht realisierbar sei eine Transportmöglichkeit zwischen Bergstation und Restaurant.

Ein grösserer Brocken wird die Gestaltung im Tal. «Auf dem ganzen Talboden vom Bahnhof bis zum Elektrizitätswerk soll in einem Sondernutzungsplan herausgearbeitet werden, wo welche Bedürfnisse bestehen», sagte Schmid. «Daraus entsteht unter der Federführung des Kantons eine Gesamtplanung.» Darin enthalten dürfte die Talstation sein, aber auch das Bahnhofareal mit dem Restaurant, das entstehen soll. «Ein aus unserer Sicht entscheidendes Ziel ist, dass sich die Gäste vom ersten Moment an bei uns wohl fühlen.» Eine Ahnung bekommen sie jetzt schon in einem Bahnwagen, in dem sie in der Übergangszeit bewirtet werden. Wer die Zukunft anpackt, der muss auch an die kommende Generation denken. Deshalb hat der Verwaltungsrat in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule St. Gallen ein Bildungsprojekt lanciert. «Es entspricht dem Lehrplan 21 und soll Kindern sowie Jugendlichen schulische Inhalte praxisnah vermitteln. Ziel ist, dass sie die Natur und die Berge verstehen lernen.» Lehrerinnen und Lehrern stehen fertige Module zur Verfügung, als Erstes zu «Brauchtum und Tradition». Weitere zur Geologie, zu Strom und Wasser und zur Landwirtschaft und andere werden folgen.

Winteranlagen verbessern

«Wir haben den grossen Vorteil, dass unser Angebot nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter besteht», sagte Schmid. «Deshalb liegt uns auch die sorgsame Entwicklung der Winteranlagen am Herzen.» Ein Anliegen dabei ist dem Verwaltungsrat die Beschneiung der Talabfahrt, denn Schmid sieht darin ein grosses Potenzial. Um die Strecke aus Kostengründen möglichst kurz zu halten, würde sie näher an den Wald verlegt. Das hätte zudem den Vorteil, dass die Bäume den Schnee schützen würden. Schmid betonte, dass dafür mit Sicherheit kein Speichersee gebaut werde. Er rechnet für das notwendige Verfahren mit zwei bis drei Jahren. Schneller dürfte es bei der Erneuerung des Skiliftes Horn und der Optimierung des Kinderlandes Horn gehen.

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