SCHWENDE: Brunner als Revisor gewählt

Der letztes Jahr erhöhte Steuerfuss wird unverändert belassen. Parkplatz- und Abfallprobleme geben zu reden.

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Drei Geschäfte gab es: Rechnungsablage, Steuerdekretierung und Wahlen. Die Verwaltungsrechnung, die bei Einnahmen von knapp 2 Millionen Franken mit einem Überschuss von 87000 Franken abschliesst, wurde ohne Wortmeldung genehmigt. Als Folge der Erhöhung des Steuerfusses vor einem Jahr um zwei Punkte wurden 120000 Franken mehr Steuern abgeliefert. Die Abschreibungen beliefen sich auf 233000 Franken. Mit Blick auf die künftigen Investitionen in den kommenden fünf Jahren mit geschätzten 3,7 Millionen Franken, welche die Rechnung «eebe chäch» belasten werden, wird eine weitere Steuererhöhung in den kommenden Jahren unumgänglich sein, wurden die Bezirksbürger von Hauptmann Migg Hehli vorgewarnt. Die Verschuldung beträgt derzeit 1,23 Millionen Franken; das entspricht ziemlich genau dem Ertrag an Steuern in einem Jahr.

Bei den Wahlen wurde der aus fünf Personen bestehende Bezirksrat problemlos wiedergewählt: Migg Hehli, Hauptmann; Sepp Manser-Neff, stillstehender Hauptmann; Urs Hofstetter-Neff, Köbi Rusch-Mock, alle Weissbad, sowie Ernst Waldburger-Büchler, Forren. Bezirksrichter Arno Inauen, Schwende, wurde bestätigt, ebenso der erste Revisor Cyrill Keller-Sutter. Für die nach sechs Jahren zurückgetretene Revisorin Gaby Waldburger-Büchler gab es einen Zweiervorschlag: Gewählt wurde Raphael Brunner, Scher­egg. Ersatz ist Silvio Breitenmoser-Dörig. Als Vermittler bestätigt wurde Robert Bisig-Ulmann, als Stellvertreter Ruedi Signer-Dobler.

Steuerfussreduktion zugestimmt

Die einzigen Wortmeldungen erfolgten beim letzten Traktandum «Wünsche und Anträge». Es ging um Sachfragen im Gebiet Erstböhl oberhalb von Weissbad wie Autoparkplätze und um Abfall, den Touristen anscheinend sackweise einfach deponieren, es ging um das Queren von Weiden auf Wegen, die stetig ausgeweitet werden, Kosten des Schneebruchs sowie Perimeterpflicht. Involviert sind einerseits der Bezirk – aber nicht in allen Problemen, wie Hauptmann Hehli klarmachte – anderseits die Flurgenossenschaft und die Anstösser. Beim leidigen Abfalldeponieren versprach der Hauptmann Mithilfe. Von Abfallkübeln hält er nicht viel – auf Seealp würden sie nun entfernt, damit sie nicht täglich von den Sennen geleert werden müssten.

Werner Kamber

redaktion

@appenzellerzeitung.ch