Schwellbrunns Wasser ist wieder trinkbar

SCHWELLBRUNN. Entwarnung für die Schwellbrunner Bevölkerung: «Das Trinkwasser ist sauber und von guter Qualität», sagt der für die Wasserversorgung zuständige Gemeinderat Stephan Lüchinger.

Roger Fuchs
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Stephan Lüchinger, Gemeinderat von Schwellbrunn, kann die Wasserversorgung wieder sorgenfrei erläutern: Die Kolibakterien sind weg. (Bild: rf)

Stephan Lüchinger, Gemeinderat von Schwellbrunn, kann die Wasserversorgung wieder sorgenfrei erläutern: Die Kolibakterien sind weg. (Bild: rf)

SCHWELLBRUNN. Entwarnung für die Schwellbrunner Bevölkerung: «Das Trinkwasser ist sauber und von guter Qualität», sagt der für die Wasserversorgung zuständige Gemeinderat Stephan Lüchinger. Vor elf Tagen informierte die Gemeinde via Flugblatt, dass bei Kontrolluntersuchungen des Trinkwassers eine bakteriologische Verunreinigung festgestellt worden war.

Geringe Keimzahlen

Bei der nachgewiesenen Verunreinigung handelte es sich um sogenannte Kolibakterien. Sie müssen stets auch als Indiz für weitere krankmachende Bakterien gewertet werden. «Eine Gefahr für die Menschen bestand aber nie», so Lüchinger. Die im Schwellbrunner Trinkwasser gemessenen Keimzahlen seien so niedrig gewesen, dass von keiner Gesundheitsgefährdung ausgegangen werden musste.

Als eine der Sofortmassnahmen wurde auf Trinkwasser der Hydrantenkorporation Hinterland umgestellt und mit diesem auch die Leitungen gespült. Mehrere 1000 Kubikmeter Wasser seien bezogen worden. Als weitere Handlungsfelder nennt der Gemeinderat eine erhöhte Chlorierung sowie eine Überprüfung der Überwachungs- und Desinfektionsanlagen. Und die Schwellbrunnerinnen und Schwellbrunner wurden angesichts der unbekannten Ursache aufgefordert, das Wasser für Trinkwasserzwecke oder den Küchenbedarf abzukochen sowie beim Zähneputzen mit Mineralwasser nachzuspülen.

Suche nach dem Grund

Das alles gehört jetzt wieder der Vergangenheit an. «Nachdem die letzten beiden umfangreichen Probeentnahmen wieder eine einwandfreie Trinkwasserqualität ergeben haben, kann das Wasser bedenkenlos konsumiert werden», heisst es im aktuellen Flugblatt, welches gestern auf die Post ging. Für Stephan Lüchinger ist der Fall trotzdem noch nicht abgeschlossen. Die Suche nach der Ursache läuft weiter. Eine erste Vermutung, wonach die Verunreinigung über das Quell- oder Grundwasser eingeschwemmt wurde, hat sich nicht erhärtet. Nebst den periodischen Messungen alle zwei Monate sollen zur Qualitätssicherung in nächster Zeit zusätzliche Kontrollen des Trinkwassers stattfinden.

Stephan Lüchinger, der noch keine drei Monate im Amt ist, hat mit diesem Ereignis wohl seine Feuertaufe als Gemeinderat bestanden. Und wie er im Pumpwerk Tobelacker mit einem Schmunzeln ergänzt: «Ich kenne unsere Trinkwasserversorgung jetzt sehr gut.»