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Schwellbrunner Faustball-Märchen bleibt wohl ohne Fortsetzung

FRAUSTBALL. Nach dem kometenhaften Aufstieg der Schwellbrunner Faustballer droht dem Verein nun der Fall in die Zweitklassigkeit. Grund dafür sind überraschend viele, nicht in diesem Ausmass erwartete Abgänge vor dieser Saison.
Schwellbrunner stehen vor einer Baustelle: Präsident Peter Rohner (links) und Samuel Berger. (Bild: ah)

Schwellbrunner stehen vor einer Baustelle: Präsident Peter Rohner (links) und Samuel Berger. (Bild: ah)

Faustball. Als der langjährige Nationalspieler und mehrfache Schweizer Meister Martin Oberle aus dem aargauischen Full-Reuenthal einst ins Appenzellerland zog und zu den Schwellbrunner Faustballern wechselte, begann die Aufstiegsserie von der 2. Liga bis in die höchste Schweizer Liga. Mit dem späteren Zuzug von Topangreifer Cyrill Schreiber (Walzenhausen) reihte sich Titel an Titel. Der Gewinn des Europacups in der Halle 2010 war die Krönung.

Rücktrittswelle

Eine Verletzung von Schreiber und der zwischenzeitliche Rücktritt von Ueli Frischknecht verhinderten dann im Februar den erneuten Titelgewinn in der Schweizer Hallen-Meisterschaft – es reichte nur zu Platz vier.

Was dann folgte, war aber nicht abzusehen: Auf Matthias Frischknechts angekündigten Rücktritt folgten überraschend auch die Abgänge von Stefan Ziegler (zurück zu Waldkirch) und Cyrill Schreiber (derzeit bei Vöcklabruck Ö). Damit war klar, dass es für die Schwellbrunner künftig hartes Brot zu essen geben würde.

Trotzdem – oder gerade erst recht – wollte Schwellbrunn sowohl die NLA, den Schweizer Cup als auch den Europacup bestreiten. Mit den vier Berger-Brüdern (David, Samuel, Martin und Lukas) sowie Kenneth Schoch war das Kader nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ massiv zusammengefallen. Der letzte Platz in der NLA, das Ausscheiden im Schweizer Cup und der vierte Platz beim Europacup waren die absehbaren Folgen. Ein Verzicht war für den Verein kein Thema.

Präsident springt ein

Für den Europacup schlüpfte selbst Präsident Peter Rohner nochmals in die Hosen und versuchte, seinem Team eine Stütze zu sein – was ihm auch gelang. «Wir sind erleichtert, dass wir in der Halbfinalpartie gegen Grieskirchen (s. Kasten) eine grossartige Leistung abrufen konnten», resümiert der Schwellbrunner Chef. «Die Partie am Sonntag war hingegen wieder ernüchternd – wir gelangten wieder auf den Boden der Realität.»

Dass diese Realität auch das organisierende FBT Flums spüren musste, indem die Zuschauerzahl weit unter den Erwartungen lag, bedauert Rohner sehr. Selbst Schwellbrunn konnte nur wenige Fans motivieren, die Europacup-Spiele der eigenen Mannschaft zu besuchen.

Nichtsdestotrotz kann die Mannschaft stolz auf das vergangene Wochenende sein. «Den Spirit wollen wir in die Meisterschaft mitnehmen, auch wenn der Abstieg praktisch nicht mehr abzuwenden ist», erklärt Rohner weiter. «Wir wollen uns weiterhin gut und teuer verkaufen und so die Motivation der Spieler hoch halten.»

Neuaufbau ins Auge fassen

Doch wie geht es mit dem zuletzt dominierenden Schwellbrunn nun weiter? «Wir müssen weiterblicken, denn es steht uns nach dem Feld auch eine ebenso harte NLA-Hallensaison bevor», ist sich Peter Rohner sicher. In welcher Besetzung das Team diese bestreiten werde, bleibe noch offen. Während der Hallensaison solle dann auch bereits wieder auf den Sommer 2012 geblickt werden. «Wir werden die Zeiten mit den grossen Erfolgen hinter uns lassen müssen und einen Neuaufbau der ersten Mannschaft ins Auge fassen.»

Schwellbrunn hat gute Nachwuchsspieler, und diesen möchte man weiterhin gute Voraussetzungen bieten, sich im nationalen Faustballsport entwickeln zu können. «Leider kann das Angreiferproblem nicht von heute auf morgen gelöst werden, weshalb wir uns in dieser Hinsicht weitere Gedanken machen müssen».

Andreas Hörner

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