SCHWELLBRUNN: Unumstrittene Tauschgeschäfte

Traktanden der öffentlichen Orientierungsversammlung waren die Teilzonenplanänderungen in den Gebieten Buebenstig und Eisigeli.

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Rund 60 Interessierte haben sich am Montagabend zur Orientierungsversammlung im Saal der «Harmonie» in Schwellbrunn eingefunden. Traktandiert waren die beiden Teilzonenplanänderungen Buebenstig und Eisigeli, über die in knapp zwei Wochen abgestimmt wird.

Gemeindepräsident Hans­ueli Reutegger legte die Ausgangs­lage dar. Die bestehende Übergangsregelung zum Raumplanungsgesetz erlaube keine Vergrösserung der bestehenden Bauzonen. Bei Einzonungen müsse daher an einem anderen Ort im gleichen Umfang ausgezont werden. Das Gesetz verpflichte zu einem haushälterischen Umgang mit dem bestehenden Bauland, trotzdem müsse eine Entwicklung der Gemeinde weiterhin möglich sein, so Reutegger. Diese Ziele wolle man mit den Teilzonenplanänderungen erreichen.

Land tauschen statt einzonen

Die beiden Geschäfte wurden vom zuständigen Gemeinderat Markus Schmidli vorgestellt. Beim Versuch, den bestehenden Zonenplan im Gebiet Buebenstig vernünftig auszunutzen, habe man festgestellt, dass im Jahr 2010 teilweise nicht optimal eingezont worden sei.

Die Parzellen seien für Einfamilienhäuser eher zu gross geraten, so Schmidli. «Grosse Parzellen führen erfahrungsgemäss zu Kleinbauten wie Gartenhäuschen oder Velounterständen, und eine solche Schrebergartenoptik wollen wir vermeiden.» Zudem werde eine Wasserschutzzone tangiert.

Dies wolle man nun korrigieren. Die Teilzonenplanänderung sieht vor, dass drei Teil­stücke mit einer Gesamtfläche von 1780 Quadratmetern abgetrennt und gegen ein gleichgrosses Stück Landwirtschaftsland beziehungsweise übriges Gemeindegebiet weiter östlich getauscht werden sollen. Die bestehende Erschliessungsstrasse im Nordosten würde dadurch der Bauzone zugeführt, so Schmidli.

Ähnliches soll im Gebiet Eisigeli passieren. Die hier ansässige Firma Werkhalle Schmid AG will expandieren und das bestehende Produktionsgebäude erweitern. Sie besitzt nordöstlich davon ein eingezontes Baugrundstück. Dieses eignet sich aber aufgrund der Produktionsabläufe nicht für das geplante Bauvorhaben. Durch den Abtausch mit einer südlich gelegenen Parzelle Landwirtschaftsland im Verhältnis 1:1 soll das Vorhaben realisiert werden können, ohne die Industriezone zu vergrössern, erklärte Markus Schmidli. Die Vorlage müsse vors Volk, weil beide Flächen zusammengezählt über 3000 Quadratmeter betragen.

Es gab an diesem Abend kaum Fragen von Einwohnern zu den beiden Teilzonenplanänderungen. Die Schwellbrunner Stimmbürger werden am 21. Mai darüber abstimmen.

Karin Erni

karin.erni@appenzellerzeitung.ch

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