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Schweizer Scherenschnitte in China

Bis Ende Januar war in Zürich die vielbeachtete Ausstellung von Scherenschnitten zu sehen, die chinesische Künstler nach dem Besuch in der Säntisregion angefertigt haben. Nun werden die Kunstwerke in Beijing gezeigt. Aus diesem Anlass sind auch Appenzeller nach China gereist.
Monica Dörig/Beijing
Ständerat Hans Altherr und der Initiator des Kulturaustauschsprojekts, Ernst Hohl, an der Vernissage in Beijing. (Bild: Monica Dörig)

Ständerat Hans Altherr und der Initiator des Kulturaustauschsprojekts, Ernst Hohl, an der Vernissage in Beijing. (Bild: Monica Dörig)

Beijing/Appenzell. Im Sommer 2008 besuchten vier Papierschneiderinnen und ein Papierschneider aus verschiedenen Regionen Chinas das Appenzellerland und das Toggenburg. Ihre Eindrücke verarbeiteten sie in vielfältigen Scherenschnitten, die vom vergangenen Herbst bis Ende Januar im Haus Appenzell in Zürich gezeigt wurden. Nun folgte der Gegenbesuch. Am letzten Samstag wurde die um Schweizer Scherenschnitte erweiterte Ausstellung an der Tsinghua Universität in Peking eröffnet.

Aus der Schweiz sind Mitarbeitende der Ernst Hohl Kulturstiftung Appenzell, Schweizer Musikanten sowie Ernst Oppliger und Bruno Weber, zwei der bekanntesten Papierschneider, in die chinesische Hauptstadt gereist. Das Projekt «The Art of Paper Cutting – East meets West» ist ein Kulturaustauschprojekt, das der aus Urnäsch stammende Ernst Hohl initiiert und zusammen mit seiner Partnerin Yu Hao kuratiert hat.

Unterstützt wird das Projekt weiter von Pro Helvetia, den beiden Appenzell, der Kulturförderung des Kantons St. Gallen sowie mehreren schweizerischen und chinesischen Institutionen und Stiftungen.

Vom Appenzellerland inspiriert

Am vergangenen Samstag wurde die Scherenschnitt-Ausstellung an der Academy of Art and Design an der renommierten Tsinghua-Universität eröffnet.

Zu sehen ist eine Auswahl der Scherenschnitte, die die chinesischen Künstler nach ihrem Besuch in der Säntisregion angefertigt haben. Der zweite Teil umfasste einen Querschnitt durch das aktuelle Schweizer Schaffen dieser Sparte. Ein Film über das Appenzellerland zeigte den landschaftlichen und kulturellen Ausgangspunkt des Projekts.

In Vorträgen und Workshops bekamen die Studierenden der Akademie die Möglichkeit, Scherenschnitte aus China und der Schweiz zu vergleichen; sie erhielten Einblick in das Schaffen von Ernst Oppliger und Bruno Weber und lernten deren Schnitttechniken im praktischen Versuch kennen.

Auch die mitgereisten Musiker praktizierten den Kulturaustausch: Die Formation Hoggicheibä – Geni Good, Lorenz Schnyder, Otto Manhart, Erich Elmer – umrahmten die Vernissage mit lüpfigen Ländlern.

Am Montagabend gaben zusammen mit chinesischen Instrumentalisten, die traditionelle Musik auf landestypischen Instrumenten spielten, ein kleines Konzert in der Kunstakademie.

Austausch vertiefen

An der Vernissage sprachen der Schweizer Botschafter Blaise Godet, der Vizepräsident der Tsinghua-Universität, Professor Deng Wei, der Vizerektor der Kunstakademie, Professor Hang Jian, der Direktionsassistent des Kulturministeriums, Yang Zhi. und Ernst Hohl.

Alle Redner betonten ihre Hoffnung auf einen weiteren, vertieften Austausch und gaben ihrem Erstaunen über die moderne Umsetzung der Schweizer Scherenschnitte Ausdruck.

Grosses Interesse

Das Interesse an den Schweizer Aktivitäten an der Pekinger Elite-Universität war gross. Gegen dreissig Medienvertreter kamen zur Pressekonferenz; Radio- und TV-Sender interviewten die Schweizer Papierscheider, die Musikanten und den Initiator Ernst Hohl.

Bei den Referaten der Papierschneider Bruno Weber und Ernst Oppliger drängten sich weit über hundert Studenten und Studentinnen in den Saal.

Auch der Exkurs von Werner Wunderlich zur Bedeutung der Stiftsbibliothek St. Gallen interessierte viele. An der Pekinger Kunstakademie wird neben den klassischen Kunstrichtungen Design, Volkskunst und auch Buchgestaltung gelehrt. In den Workshops der Papierschneider am Montagnachmittag herrschte ein riesiges Gedränge.

Die jungen Leute hingen gebannt an den Lippen der Dolmetscher und schnitten unter Anleitung von Ernst Oppliger und Bruno Weber andächtig ihre «Schweizer Scherenschnitte». Ständig klickten Fotoapparate.

Nach einer Reise in den Süden wird die Gruppe am 12. April in Hangzhou an der China Academy of Art die zweite Ausstellung in China eröffnen.

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