Schweizer Nationalspieler als Fan am Grümpi

Schon zum zweiten Mal hat der Schweizer Nationalspieler Tranquillo Barnetta das Grümpelturnier in Ebnat-Kappel besucht. Den Grund hat er dem Toggenburger Tagblatt verraten. Zudem hat er erzählt, wie es für ihn als berühmte Person ist, an so einem Anlass zu sein.

Merken
Drucken
Teilen

Herr Barnetta, Sie sind dieses Jahr bereits zum zweiten Mal in Folge am Ebnat-Kappler Grümpelturnier anzutreffen. Wie kommt es dazu?

Tranquillo Barnetta: Einige meiner Kollegen machen jedes Jahr mit einer Mannschaft am Grümpi Ebnat-Kappel mit. Da versteht es sich von selbst, dass ich sie unterstützen möchte. Allerdings lässt das mein Terminkalender nur selten zu. Nun konnte ich es mir zufälligerweise zwei Jahre hintereinander einrichten. Dieses Jahr ist es möglich, weil wir letzte Woche ein Trainingslager in Österreich absolviert haben. Da wir das Wochenende frei bekommen haben, war es für mich klar, dass ich auf dem Heimweg einen Zwischenhalt zu Hause in St. Gallen mache und nach Ebnat-Kappel komme.

Dürften Sie selbst eigentlich mitspielen?

Tranquillo Barnetta: Ich weiss gar nicht, ob das ausdrücklich geregelt ist. Aber die Verletzungsgefahr ist viel zu hoch, das möchte ich sowieso nicht riskieren.

Was gefällt Ihnen am Grümpelturnier in Ebnat-Kappel?

Tranquillo Barnetta: Einer meiner Kollegen kommt aus dem Toggenburg. Da ich schon früher öfters bei ihm zu Besuch war, kenne ich inzwischen einige Leute, die ich gerne treffe. Zudem ist hier der Umgang anständig, die Leute sind nicht aufdringlich und ich kann auch mal meine Ruhe haben, wenn ich will.

Kann man als so bekannte Person wie Sie auch einfach mal an einem Fest teilnehmen wie jeder andere auch? Wird man nicht dauernd angesprochen?

Tranquillo Barnetta: Doch, aber das gehört dazu, wenn man eine öffentliche Person ist. Man gewöhnt sich daran. Ich versuche so viele Wünsche wie möglich zu erfüllen, zum Beispiel Autogramme verteilen. Aber wenn meine Kollegen spielen, dann will ich ihnen auch in Ruhe zuschauen können, dafür bin ich ja gekommen. Meine Erfahrung aber ist, dass man auf grosses Verständnis stösst, wenn man das den Leuten anständig sagt.

Kommt es manchmal auch zu komischen Situationen?

Tranquillo Barnetta: Was mir des öfteren passiert, ist, dass jemand mich fragt: «Sind Sie Tranquillo Barnetta?» Wenn ich dann bejahe, glauben Sie es doch nicht, weil sie denken: «Das kann doch gar nicht sein, dass der hier ist!» Das finde ich komisch, schliesslich haben sie ja gefragt?

Interview: Barbara Anderegg