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Schweizer Nationalheiliger im Fokus

Viele Personen besuchten den Vortrag von Barbara Beusch. Das Interesse an den historischen und religiösen Thesen und an den Hintergründen des Einsiedlerlebens von Bruder Klaus war gross.
Stefan Füeg

Ebnat-Kappel. Jedes Schulkind hat gelernt und lernt noch heute, dass Niklaus von Flüe die Schweiz vor Krieg und Unfrieden untereinander bewahrt hat. Aber wer war er eigentlich? Und wer war seine Frau, mit der er zehn Kinder hatte? Hat er sie einfach verlassen, ohne Rücksicht auf ihr Leben und das der Kinder?

Referentin Barbara Beusch, die auf Einladung des Aglow Verein Wattwil vor vollem Saal sprach, meinte zu dieser zentralen Frage: Nein.

Dorothée, die Frau von Niklaus von Flüe, habe genau gewusst, dass ihr Mann eine Berufung habe und sie verlassen musste. Bruder Klaus, wie er heute genannt wird, habe innerlich gespürt, dass es an der Zeit sei, seine Frau und die Kinder zu verlassen. «Er hat gelitten, er hat mit sich gerungen», so die Referentin, die auf einen umfangreichen theologischen und historischen Fundus zurückgreifen konnte.

Umkehr von Pilgerreise

Als er seine Familie verliess, sei er auf eine Pilgerreise gegangen, erzählte Barbara Beusch. «Aber er ist nur bis ins Baselbiet gekommen. Dort hat ihn Gott zur Umkehr bewogen und ihn in den Ranft geschickt.» Dort habe er seine Klause eingerichtet und die folgenden Jahre gelebt. Sein Ruf, sein Tun, sein Sich-Gott-widmen sei rasch in der Gegend verbreitet worden.

Dass er noch den Bruderzwist unter den alten Eidgenossen geschlichtet habe, sei von der gesamten Bevölkerung wahrgenommen worden. Denn wäre dies nicht geschehen, so hätte ein Bürgerkrieg gedroht.

Gegenseitig Kraft gegeben

Barbara Beusch erklärte auch, dass die beiden Ehegatten, also Bruder Klaus und seine Frau Dorothée eine grosse Liebe zueinander gehabt hätten.

Und durch diese Liebe sei der Entscheid, sich für Gott zu entscheiden, für beide Seiten nicht einfach gewesen. «Aber beide standen dazu und haben sich gegenseitig Kraft gegeben.» Dass Bruder Klaus in der Einsamkeit des Ranfts nichts gegessen habe, sei heute historisch nachweisbar. «Als Nahrung hat ihm Gott gedient. Er hat das so verinnerlicht, dass er keine andere Speise mehr gebraucht hat», so die Referentin.

Der Vortrag der ausgebildeten Theologin im Kapplerhof in Ebnat-Kappel wurde mit viel Applaus belohnt, nachher diskutierten die Anwesenden noch längere Zeit über das Gehörte.

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