Schweizer Lieder – ein Volltreffer

Unter dem Titel «Volltreffer» lud der Männerchor Mühlrüti am Samstag zum Konzert mit anschliessendem Theater «Unrue im Waldfride». Am 22. Januar wird die Aufführung nochmals gezeigt im Mehrzweckgebäude Mühlrüti.

Fränzi Göggel
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Geheime Machenschaften und undurchsichtige Pläne sorgen am Unterhaltungsabend des Männerchors Mühlrüti für Unruhe auf der Bühne. (Bild: Rolf Lüthi)

Geheime Machenschaften und undurchsichtige Pläne sorgen am Unterhaltungsabend des Männerchors Mühlrüti für Unruhe auf der Bühne. (Bild: Rolf Lüthi)

Mühlrüti. Präsident Bruno Bamert eröffnete den Abend und versprach, dass für jeden ein Volltreffer im Liederprogramm dabei sein werde. Chorleiter Ludo van Caenegem stellte ein anspruchsvolles Programm zusammen. Verschiedene Schweizer Hits – alles Ohrwürmer standen auf dem Programm. Laute Bravorufe aus dem Publikum waren bereits nach dem ersten Lied «Schacher Seppli» zu vernehmen. Ludo Van Caenegem arrangierte dieses für die Männerchorstimmen passend. Ein intensives «dom di domdom dom» diente als Klangteppich des zweiten Liedes. Die steigende Spannung im «Kriminaltango» war förmlich zu spüren.

Herausforderung gemeistert

Witzig führte Urban Alpiger durch das Programm. Scherzhaft liess er das Publikum wissen, dass Marco Schneider sich der Herausforderung gestellt hatte, den Männerchor beim Stück «Swiss Lady» am Klavier zu begleiten. Schneider ersetzte gekonnt Alphorn und Piccolo, die im Original zu hören sind. Das Umsetzen der verschiedenen Dialekte von Göläs «Schwan» oder Polos «Alperose» war eine Herausforderung für die Sänger. Solche Lieder für den Männerchor zu interpretieren, setzt grosse Fachkenntnisse voraus. Alpiger lobte Ludo van Caenegem, er hätte auch bei diesen Schwierigkeiten nie die Nerven verloren und bedankte sich beim Chorleiter mit einem Präsent. «Wir werden heute nicht von Francine Jordi begleitet», kündigte Urban Alpiger «Füür vo de Sehnsucht» an. Einmal mehr bestach Werner Bannwart durch seine wunderschöne Stimme. Zweistimmig mit Urban Alpiger übernahmen die beiden den Hauptpart. Lang anhaltender Applaus, laute Bravo- und Jubelrufe war der Lohn für den Männerchor. Das Publikum forderte eine Zugabe, und noch eine Zugabe. Mit dem Lied «Ewigi Liäbi» wurde der Hunger des Publikums gestillt.

Turbulenzen auf der Bühne

Für das Publikum immer wieder ein besonderes Erlebnis ist, wenn sich die Sänger in Schauspieler verwandeln. In Doppelfunktion bekam Niklaus Fischbacher mit der Auswahl «Unrue im Waldfride», ein Volksstück in drei Akten, die Lacher auf seine Seite. Fischbacher führte Regie und spielte authentisch den Knecht Hans Berger vom Nachbarhof. Auf den Leib geschrieben war auch die Rolle der Bäsegreth. Irene Fischbacher verkörperte die obdachlose Besenverkäuferin: Was geschieht, wenn ein Polizei-Inspektor aus der Stadt (Walter Widmer) mit seiner Tochter (Claudia Widmer) plötzlich aufs Land versetzt wird und eine amerikanische Touristin (Lilian Hollenstein) eine Unterkunft sucht, erfährt man nochmals bei der nächsten Unterhaltungsaufführung am 22. Januar in Mühlrüti.