Schwarze Null für Wasser

HEIDEN. An der 125. Generalversammlung der Wasserversorgung Heiden wird Theo Frey für Kurt Rechsteiner in den Verwaltungsrat gewählt.

Isabelle Kürsteiner
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Insgesamt hatte Kurt Rechsteiner der Verwaltung sein Wissen elf Jahre lang zur Verfügung gestellt. Rechsteiner verliess den Verwaltungsrat infolge Erreichen der Altersgrenze, welche sich der Verwaltungsrat freiwillig auferlegt hat. Als siebtes Mitglied erfolgte die Wahl von Apotheker Theo Frey. Damit setzt sich der Verwaltungsrat wie folgt zusammen: Präsident Ernst Schmid, Kassier Josua Bötschi, Aktuar Heinrich Eggenberger sowie Helmut Kobelt, Ueli Sonderegger, Werner Rüegg und Theo Frey. Als Revisoren amten Max Inauen, Roman Kern und Kurt Sonderegger.

Wasser wird gespart

Wasser ist nicht nur das am besten kontrollierte Nahrungsmittel, sondern auch dasjenige, von dem Mensch, Tier und Natur am meisten abhängig sind. In Heiden gehe man mit dem Wasser sehr bewusst um, war an der Generalversammlung der Wasserversorgung zu erfahren. Das zeige sich darin, dass sich der Trinkwasserverbrauch auf dem Niveau von 2009 eingependelt hat. Es wurden total 350 831 Kubikmeter verbraucht. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Trinkwasserverbrauch liegt unverändert tief auf 135 Litern. Die regelmässigen Niederschläge im Jahre 2010 brachten die sehr hohe Menge an Quell- und Grundwasser von 85 Prozent des gesamten Wasserbedarfs. Mit nur noch 15 Prozent respektive 63 479 Kubikmeter förderte die Wasserversorgung Heiden die kleinste Menge Seewasser seit dreissig Jahren, dies nicht zuletzt dank der gut gepflegten Quellen. Zur Sicherung der Quellfassungen sind derzeit die nötigen Schutzzonen in Bearbeitung. Trotz umfangreicher Sanierungen konnte ein Gewinn von 8434 Franken erwirtschaftet werden, welcher laut Beschluss der Versammlung auf die laufende Rechnung vorgetragen wurde. Die Brunnen- und Roosenkasse verzeichnete einen Einnahmenüberschuss von 16 694 Franken.

125-Jahr-Jubiläum im Herbst

Am 10. September 2011 feiert die Wasserversorgung ihr 125-Jahr-Jubiläum mit einem Tag der offenen Tür. Die ganze Dorfbevölkerung ist dabei zu einem Besuch der verschiedenen Reservoirs eingeladen. Gleichzeitig erscheint von Arthur Oehler eine interessante Chronik zur Geschichte der Wasserversorgung Heiden.

«Im Jahre 1886 wurde mit dem Zusammenschluss verschiedener Brunnenkorporationen der Grundstein zur heutigen Wasserversorgung in Heiden gelegt», griff Verwaltungsratspräsident Ernst Schmid an der Generalversammlung im Hotel Park der Chronik etwas vor. «Mit baulichen Anpassungen der Reservoirs und stetigen Kontrollen der Trinkwasserqualität erfüllen wir die neuen, verschärften Bestimmungen bestens. Dank konsequenter Erneuerung des Leitungsnetzes bleiben unsere Wasserverluste auf einem sehr tiefen Niveau.»

Neubau im Stapfen

«Als vorläufig letzte Sanierung unserer Wasserversorgung wird im Herbst das Reservoir Stapfen in Angriff genommen. Es entsteht ein Neubau mit Betriebsgebäude und Werkstatt. Damit werden die derzeit zwei Werkstattstandorte zusammengefasst, und für Wasserwart Paul Niederer entsteht eine Hauptzentrale», so Schmid weiter. Im verflossenen Geschäftsjahr wurden bei der Sanierung der Thalerstrasse vom Reservoir Stapfen bis Stöckli die Hauptleitung und die alte Gussleitung im Stöckliweg durch eine grössere PE-Leitung ersetzt.

Mit dem Teilersatz der Hauptleitung im Hinterbissau wurden im vergangenen Jahr total 1185 Meter neue Leitungen eingebaut. Die Investitionen in das damit gut gewartete Netz betrugen 580 000 Franken.

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