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SCHWÄGALP: Zuschauer lassen sich umstimmen

Der typische Schwingfestbesucher ist nicht bekannt für seine Affinität zum Öffentlichen Verkehr. Die Organisatoren des Schwägalp-Schwinget haben es aber geschafft, das Verhalten vieler Fans zu ändern
Bruno Eisenhut
Über 13'000 Menschen besuchten das Schwägalp Schwinget. Eine Herausforderung für die Organisation des Verkehrs. (Bild: KEYSTONE)

Über 13'000 Menschen besuchten das Schwägalp Schwinget. Eine Herausforderung für die Organisation des Verkehrs. (Bild: KEYSTONE)

Am Sonntag wollten alle auf die Schwägalp. Die Wanderer für eine Bergtour im Alpstein, die Sandalentouristen für eine Fahrt auf den Säntis und vor allem: die Schwingerfans für einen Besuch am Schwägalp-Schwinget. Insbesondere Letztere sorgten in ihrer Vielzahl für einen Effort der Sicherheitskräfte. 13'250 Zuschauer weilten am Fest, viele davon nutzten den öffentlichen Verkehr.

Gleichzeitig setzten viele aber auch auf das persönliche Fahrzeug. «Das Verkehrskonzept ist unterteilt in drei Tagesabschnitte», erklärt Kurt Lutz von der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden. Diesem Konzept sei es zu verdanken, dass die jüngste Ausgabe des Grossanlasses – gleich wie die bisherigen – ohne nennenswerte Zwischenfälle abgelaufen sei. Der Hauptandrang war vor dem Anschwingen. «Am Sonntagmorgen standen wir ab 4 Uhr im Einsatz», so Kurt Lutz.

Unmittelbar bis vor Schwingerplatz

Die neue Verkehrsführung beim Berghotel hat die Überarbeitung des bestehenden Verkehrskonzepts hervorgerufen. Im vergangenen Jahr wurde es erstmals eingesetzt, auf die jüngste Ausgabe wurde dieses noch optimiert. So liessen die Postautos und Shuttlebusse ihre Fahrgäste unmittelbar beim Eingang zum Schwingplatz aussteigen. Mit dieser Massnahme wurde verhindert, dass unzählige Menschen von der offiziellen Bushaltestelle die Strasse passieren mussten.

Entlang der Strasse Richtung Passhöhe und Toggenburg, aber auch zum Militärübungsplatz und Richtung Urnäsch reihten sich am Sonntag parkierte Autos. Die Koordination für diese Parkplätze ist Sache der Organisatoren. Die Einsatzleitung zur Sicherheit liegt aber bei der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden. «Unsere Leute waren teilweise mit Motorrädern anwesend», erklärt Kurz Lutz, «dies ermöglicht eine rasche Verschiebung von einem Ort zum anderen.» Beispielsweise in Notfällen. Solche blieben gestern aber aus. Das Schwingervolk sei ein gesittetes Volk, aber auch eines mit Eigenverantwortung, diagnostiziert Kurt Lutz. Es halte sich an die Regeln, wenn sich aber eine Abkürzung anbiete, dann werde diese benutzt.

Verbesserungspotenzial gesichtet

Rund 4500 zusätzliche Fahrgäste registrierte Postauto Region Ostschweiz am Sonntagmorgen. Dafür seien zwölf zusätzliche Fahrzeuge im Einsatz gestanden. und über den ganzen Tag seien rund 100 zusätzliche Fahrten nach Nesslau oder Urnäsch getätigt worden. 30 Prozent aller Gäste sind somit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln angereist. Vor der Anpassung des Verkehrskonzepts seien es noch rund zehn Prozent gewesen, erklärt Walter Schwizer, Leiter der Postauto Region Ostschweiz. Aber gerade wegen dieser Entwicklung sieht er noch Verbesserungspotenzial. «Nach dem Schlussgang müssen wir künftig zusätzliche Fahrzeuge bereitstellen und die Taktlücken während des Tages müssen geschlossen werden.» Dies werden nun mit dem OK besprochen.

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