SCHWÄGALP: Energietreffen am Säntis

Ostschweizer Energiefachleute haben sich kürzlich zum Austausch auf der Schwägalp getroffen.

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Marc Zysset (Geschäftsführer Säntis Energie AG), Stephan A. Mathez (Solar Campus GmbH) sowie Christian Bach (Empa), (von links). (Bild: PD)

Marc Zysset (Geschäftsführer Säntis Energie AG), Stephan A. Mathez (Solar Campus GmbH) sowie Christian Bach (Empa), (von links). (Bild: PD)

Die Energiepolitik hat sich ambitionierte Ziele gesetzt: Der Energiebedarf soll deutlich gesenkt und zunehmend aus erneuer­baren Quellen bereitgestellt werden. Wie bauen wir in naher Zukunft unsere Häuser? Und wie senken wir die Emissionen im Strassenverkehr? Morgen fahren wir zunehmend elektrisch und bauen Plusenergie-Häuser.

Auf Einladung der Säntis Energie AG haben sich am Donnerstag, 9. März, rund 70 Ver­treter von Haustechnikplanern, Architekten und Heizungsinstallateuren im neuen Berghotel Schwägalp versammelt, spannende Vorträge genossen und angeregt diskutiert. Christian Bach, Abteilungsleiter Fahrzeugantriebssysteme von der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), berichtete über die Zukunftsaussichten für Elektrofahrzeuge. Bach kommt zum Schluss, dass Elektro-, Wasserstoff- und Gasfahrzeuge hinsichtlich Nachhaltigkeit als gleichwertig eingestuft werden können. Ausschlaggebend ist vielmehr, ob fossile oder erneuerbare Energie eingesetzt wird. Elektrofahrzeuge punkten durch die sehr hohe Effizienz, während Gasfahrzeuge durch die Power-to-Gas-Technologie einen wichtigen Beitrag zur Flexibilisierung des Energiesystems leisten werden. Stephan A. Mathez, Geschäftsführer der Solar Campus GmbH, zeigte ein Praxisbeispiel für ein (fast) energieautarkes Haus mit 125 Prozent Eigenversorgung auf. Das «Wetziker Plusenergiehaus» verfügt über ein innovatives Solardach, welches Fotovoltaikmodule und Solarthermiekollektoren ideal kombiniert und dadurch einen sehr ­hohen Solarertrag erzielt. Zudem weist das Gebäude einen thermisch aktivierbaren Betonkern für die Speicherung von Solarwärme und Spezialgläser mit jahreszeitlich variabler Lichtdurchlässigkeit auf. Abschliessend wies Mathez darauf hin, dass sich die Mehrkosten nicht in jedem Falle ökonomisch amortisieren lassen, sich aber in Nebennutzen wie zum Beispiel durch gesteigerten Wohnkomfort auszahlen. In der Planungsphase sollte den Nutzungsbedürfnissen oberste Priorität beigemessen werden.

Die Referate sind unter <%LINK auto="true" href="http://www.saentisenergie.ch" text="www.saentisenergie.ch" class="more"%> abrufbar. Das nächste «Energie-Treffen am Säntis» wird im Frühling 2018 stattfinden. (pd)

Säntis Energie AG, Austrasse 9, 9630 Wattwil, Telefon 0800 071 081, E-Mail info@saentisenergie.ch, www.saentis energie.ch.