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SCHULRATSWAHL: «Die Schule schafft Grundlagen fürs Leben»

Von seinen drei Töchtern besucht erst die älteste den Kindergarten. Trotzdem möchte Samuel Bauert für die FDP in den Nesslauer Schulrat. Bildungsthemen diskutiert er mit seinen Eltern und Schwestern, die alle als Lehrpersonen arbeiten.
Sabine Schmid
Samuel Bauert (37) wohnt mit seiner Familie seit vier Jahren in Ennetbühl.

Samuel Bauert (37) wohnt mit seiner Familie seit vier Jahren in Ennetbühl.

Er habe viel Schule konsumiert, sagt Samuel Bauert von sich selber. Im Kanton Zürich aufgewachsen, absolvierte er nach der Matura ein Studium der Betriebswirtschaft an der Universität St. Gallen. Damit bezeichnet er sich als «Aussenseiter» in seiner Familie. Denn sowohl seine Eltern als auch seine Schwestern sind als Lehrpersonen tätig. So erstaunt es nicht, dass der 37-Jährige oft über Schulthemen diskutiert hat. Als die FDP Nesslau ihn als Kandidat für die Ersatzwahl eines Schulratsmitglieds angefragt hat, musste er nicht lange überlegen. «Ich sehe dies als eine spannende Aufgabe an und auch der Zeitpunkt ist sinnvoll. Meine älteste Tochter besucht derzeit den grossen Kindergarten und wechselt im Herbst in die erste Klasse. Dann wird auch meine zweite Tochter in den Kindergarten gehen», erklärt er.


Darauf vertrauen, dass die Schule es gut macht

Was Samuel Bauert bisher von der Schule Nesslau kennt, stimmt ihn positiv. Er denkt, dass vieles gut überlegt ist und deshalb auch funktioniert. «Klar hätte ich mir gewünscht, dass meine Töchter in Ennetbühl zur Schule gehen können. Aber ich weiss, was das bedeutet, sowohl für die Lehrpersonen als auch auf der finanziellen Seite. Darum kann ich den Entscheid der Schulschliessung nachvollziehen», sagt Samuel Bauert.

Der Einfluss der Politik auf die Schule solle sich aber auf das Nötigste beschränken. «Man muss Vertrauen in die Schule und die Lehrpersonen haben, dass sie ihre Aufgabe gut machen.» Samuel Bauert ist aber überzeugt, dass auch die Kinder und deren Eltern in die Eigenverantwortung gezogen werden müssen. «Die Schule schafft Grundlagen fürs Leben, darum sollte man sich nicht zu früh zu viel verbauen.» Samuel Bauert nimmt sich selber als Beispiel. Er habe nicht sehr gerne Französisch gelernt. Im Militärdienst sei er aber um seine Sprachkenntnisse froh gewesen.


Der Wirtschafter denkt in Varianten

Das Amt des Schulrats ist – sofern Samuel Bauert gewählt wird – sein erstes politisches Amt. Welche Themen er bearbeiten müsste, wisse er noch nicht im Detail. Er werde am Anfang wohl viele Fragen stellen, glaubt Samuel Bauert. Als Wirtschafter sei er es gewohnt, in Varianten zu denken, diese zu diskutieren und sich für eine zu entscheiden. Diese Herangehensweise könne auch in der Politik funktionieren, sagt er.

Durch seine Ausbildung und auch durch seine berufliche Tätigkeit als Leiter einer Verkaufsgruppe bei der Genossenschaft Migros Ostschweiz sei er es gewohnt, über Budgets zu diskutieren und sich zu überlegen, wofür das Geld ausgegeben werden soll. «Ein Schulrat muss eine Strategie verfolgen und trotzdem auch Visionen haben», ist Samuel Bauert überzeugt. Die Behörden müssen zudem ein gutes Umfeld schaffen, damit sich die Lehrpersonen wohl fühlen und damit die Kinder ein gutes Lernumfeld haben. Samuel Bauert glaubt nicht, dass ein privates Schulsystem Vorteile hat. «Die Kinder brauchen die Chancengleichheit, die ihnen die öffentliche Schule bietet. Wir haben ein gutes System, in dem die Kinder selber ihren Weg finden müssen und es auch können.»


Der Bevölkerung eine Auswahl bieten

Seine Vision, wie er sich im Schulrat einbringen könnte, hat Samuel Bauert entwickelt. Er sei von der FDP wohl bewusst für das Amt angefragt worden, weil er einen anderen Hintergrund mitbringt, als ihn die jetzigen Schulräte haben, sagt er. Für ihn sei auch klar gewesen, dass er in die Partei eintritt, die ihn für das Amt vorgeschlagen hat. «Es ist ein Statement und ich finde es gut, wenn sich jemand zu etwas bekennt», erklärt er. Für ihn ist diese Partei die richtige, sie vertrete am besten sein Weltbild. Dennoch trete die Partei nicht stur auf und erlaube auch eigene Meinungen.

Nun ist Samuel Bauert daran, sich in der Gemeinde Nesslau bekannt zu machen und mit Stimmbürgern zu sprechen. Dass die Bürger am 4. März eine Auswahl bekommen, findet er wichtig und richtig.

Lesen Sie hier das Porträt des anderen Kandidaten Othmar Huser.

Die Ersatzwahl für ein Mitglied im Schulrat Nesslau findet am
4. März statt.

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