Schulrat oder Schulkommission?

GÄHWIL. Es gibt drei Varianten, wie die Schulbelange in einer Einheitsgemeinde geregelt werden können.

Martina Signer
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GÄHWIL. Es gibt drei Varianten, wie die Schulbelange in einer Einheitsgemeinde geregelt werden können.

Vom Volk gewählter Schulrat

Das wohl bekannteste Modell ist die Wahl eines Schulrates durch die Bürgerschaft. Der Schulratspräsident wiederum hat von Amtes wegen Einsitz im Gemeinderat und ist Stellvertreter des Gemeindepräsidenten. Diese Variante kennt man im Toggenburg beispielsweise aus Bütschwil oder Mosnang. Die zweite Variante ist weniger bekannt. Hier wählt der Gemeinderat eine Schulkommission. Der Schulkommissionspräsident ist ebenfalls Mitglied des Gemeinderates und Stellvertretung des Gemeindepräsidenten. Bei der Mitgliederwahl könnte sich der Gemeinderat auf die Fachlichkeit der Personen im Schulbereich konzentrieren, was Gemeindepräsident Christoph Häne in seinen Ausführungen als Pluspunkt wertete. Allerdings sieht er auch eine gewisse Entfremdung zwischen Volk und Schule, wenn die Bürgerschaft keinen Schulrat wählen kann. Die dritte Möglichkeit fand am Mittwoch wenig Anklang. Sie sähe eine vom Gemeinderat gewählte Schuldirektion vor, die an die Gemeindeverwaltung angegliedert wäre. In einer konsultativen Abstimmung zum Schluss des Abends wurde diese Variante nicht berücksichtigt.

Eventuell sollen Bürger befinden

Der Gemeinderat sieht die erste Variante, die eines vom Volk gewählten Schulrates, als beste Möglichkeit. Dem stimmten die Anwesenden zu. Nur wenige hoben ihre Hand für die Schulkommission. Noch hat sich der Gemeinderat aber nicht definitiv für eine Variante entschieden. «Wir könnten uns vorstellen, die Bürgerschaft darüber abstimmen zu lassen», so der Gemeindepräsident. Der Entscheid wäre damit breit abgestützt.

Die Teilrevision der Gemeindeordnung und die darauf abgestützte neue Schulordnung befinden sich noch bis zum 23. Januar in der Vernehmlassung. Die entsprechenden Unterlagen können auf www.kirchberg.ch unter der Rubrik Einheitsgemeinde eingesehen werden. Die definitive Entscheidung soll am 27. März erfolgen.