Schulpolitik: «Wer will, findet auch Wege»

WATTWIL. Auch an der Bürgerversammlung der Schulgemeinde Wattwil-Krinau wurden Rechnung und Budget ohne Nachfragen diskussionslos und einstimmig gutgeheissen. Werbung machte die Schülerband für ihr Schulmusical «Voice of the universe».

Hansruedi Kugler
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Probefoto vom Schulmusical «Voice of the universe». (Bild: pd)

Probefoto vom Schulmusical «Voice of the universe». (Bild: pd)

Die kurze Rede von Schulratspräsident Norbert Stieger hatte ein ebenso kurzes, aber vielfältig anwendbares Motto: «Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.» Damit meinte er nicht nur Talentschule und Musicals, sondern auch den immer noch nicht definitiven Standortentscheid für die Kanti Wattwil. Stieger ist ein Macher und gelegentlich auch ein ungeduldiger Vorausdenker. Schon öfters machte er an Schulbürgerversammlungen klar, dass er ein grösseres Tempo bei den politischen Entscheiden auf Kantonsebene wünsche. Jammern ist aber nicht seine Art. Bereits bei der in Wattwil erfolgreich eingeführten, aber vom Kanton dann versenkten Basisstufe hatte er ein Modell in der Hinterhand: Mit dem altersdurchmischten Lernen hat die Schulgemeinde einen für die Wattwiler Aussenschulen geradezu zugeschnittenen Ersatz griffbereit in der Projektschublade.

Schulmusical vor Premiere

Vorausschauendes Planen und attraktive Schulen, das sind zwei von Stiegers Grundsätzen. «Wer will, findet Wege» – dies galt auch für das Schulmusical «Voice of the universe», einem Gemeinschaftsprojekt der Oberstufen Wattwil, Ebnat-Kappel, Uzwil und Zil St. Gallen. Das von drei Musiklehrern geschriebene Musical thematisiert Castingshows und bringt bekannte Popsongs der letzten 50 Jahre auf die Bühne. Der Wattwiler Musiklehrer Rico Roth gestaltete mit Sängerinnen und der Schülerband den musikalischen Einstieg und die Pausenmusik zur Bürgerversammlung. Aufgeführt wird das Musical kommenden Freitagabend in der Turnhalle Grüenau.

Leicht steigende Schülerzahlen

Diskussionen oder Fragen gab es an der Schulbürgerversammlung keine. Rechnung und Budget wurden diskussionslos und einstimmig gutgeheissen. Zuvor hatte Norbert Stieger in seinem Jahresbericht die Besserstellung gegenüber dem Budget im Umfang von 481 503 Franken mit weniger Personalkosten und mit der Reduktion von zwei Oberstufenklassen begründet. Die Schülerzahlen werden im kommenden Schuljahr nach einem konstanten Rückgang dann mit 1057 leicht ansteigen. Der Finanzbedarf für das kommende Schuljahr beträgt 17,24 Millionen Franken, im Jahr zuvor waren es 17,69 Millionen Franken.