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Schulgemeinden Schlatt und Haslen begrüssen Fusion

Mit 28 Ja zu 6 Nein stimmen die Schulbürger von Schlatt den Fusionsverhandlungen mit der Schulgemeinde Haslen zu. Auch Haslen sagte Ja. Und so wird jetzt ein Fusionsvertrag ausgearbeitet.
Vreni Peterer
Haslen (Bild) verzeichnet immer mehr Schüler, während die Zahl in Schlatt abnimmt. Bild: APZ

Haslen (Bild) verzeichnet immer mehr Schüler, während die Zahl in Schlatt abnimmt. Bild: APZ

Die Grundsatzabstimmung für die Ausarbeitung eines Fusionsvertrages war das Hauptthema der diesjährigen Schulgemeinde in Schlatt. 37 Schulbürger nahmen teil. Schulratspräsident Andreas Fuchs sagte, dass der Antrag für die Fusionsverhandlungen auch das Resultat einer Umfrage sei. Diese habe gezeigt, dass sich ein Grossteil der Bevölkerung eine Veränderung innerhalb der politischen Landschaft im Bezirk vorstellen könnte. Genannt wurde damals als erste mögliche Veränderung die Zusammenlegung der beiden Schulgemeinden Schlatt und Haslen. Eine Zusammenarbeit besteht bereits seit zehn Jahren und wird als «gut» bezeichnet.

Während die beiden Schulgemeinden wegen der sinkenden Schülerzahlen bisher aufeinander angewiesen waren, um beide Schulhäuser aufrecht zu erhalten, hat sich das Blatt mittlerweile gewendet. Haslen weist eine sehr steigende Tendenz auf, Schlatt sieht sich jedoch mit rückläufigen Zahlen in den Jahrgängen konfrontiert. Diese Fakten veranlassten die beiden Schulräte, Strukturen zu überdenken und die Meinung bei den Schulbürgern abzuholen. Das wurde am Freitag mit dem Antrag für einen Grundsatzentscheid getan.

Angst vor Schulhausschliessung

Einzelne Votanten der Schulgemeinde Schlatt vertraten die Meinung, die Zusammenarbeit, die sich seit Jahren bewähre, solle in diesem Rahmen weitergeführt werden. Befürchtet wurde, dass bei einer Fusion das Schulhaus in Schlatt über kurz oder lang geschlossen werden könnte und man dann auf den Goodwill von Haslen angewiesen wäre. Zudem sei bei einer Fusion und einem damit verbundenen gemeinsamen Schulrat eine Untervertretung von Schlatter Seite zu erwarten. Ein Votant konnte den Sinn für eine Fusion grundsätzlich nicht nachvollziehen: «So viel Geld ausgeben und Zeit investieren, wenn es doch im gleichen Rahmen weitergehen könnte.»

Zum klaren Abstimmungsresultat für ein Ja zu den Fusionsverhandlungen dürften folgende Fakten beigetragen haben: Die Schülerzahlen belegen, dass Schlatt alleine nicht überleben kann und zwangsläufig von einem Partner abhängig ist. Zudem ist ein gewisser Druck von Seiten des Erziehungsdepartementes zu spüren, nach Zukunftslösungen zu suchen. Und schliesslich – so wurde an der Versammlung gesagt - gelte es, die gute Zusammenarbeit mit Haslen nicht aufs Spiel zu setzen. Zu berücksichtigen galt es beim Entscheid zudem, dass der aktuelle Zusammenarbeitsvertrag der beiden Schulen für beide Seiten auf 18 Monate hinaus kündbar ist.

Nachdem nun beide Schulgemeinden grünes Licht für die Fusionsverhandlungen gegeben haben, werden mit Vertretern beider Schulräte Zahlen und Fakten aufgearbeitet. Als Projektleiter wird Josef Schmid beigezogen. Er war seinerzeit Projektleiter beim Zusammenschluss der Schule und dem Bezirk in Oberegg. Gerechnet wird mit einem Kostendach von rund 60000 Franken. Man geht davon aus, dass der Fusionsvertrag den Schulbürgern im Frühling 2021 zur Abstimmung vorgelegt werden kann.

Neue Aktuarin gewählt

An der Schulgemeinde Schlatt gab es noch Neuwahlen vorzunehmen: Als Nachfolgerin der nach neun Jahren zurückgetretenen Aktuarin Erna Köfer wurde Nathalie Enzler gewählt, neuer Rechnungsrevisor wurde Daniel Geiger, er ersetzt Karin Brülisauer.

Die Rechnung schloss mit einem Gewinn von rund 96 000 Franken ab. Das Eigenkapital beträgt rund 500 000 Franken. Der Steuerfuss wurde bei 70 Steuerpunkten belassen. Der Schulrat begründete vor der Abstimmung den Antrag zur Beibehaltung des Steuerfusses damit, dass die Schulgemeinde ab 2021 voraussichtlich vier bis fünf Jahre ein Minus schreiben wird und die Finanzmittel für Investitionen angespart werden sollen.

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