Hoher Besuch an der Kantonsschule Trogen: Der irische Botschafter ist Teil des Sondertags zum Thema Irland

Jedes Jahr organisiert das Ergänzungsfach Geschichte einen Sondertag zum Thema «Schweiz und die Welt». Dieses Jahr ist Irland an der Reihe.

Stephanie Häberli
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Die Schüler beim Interview mit Eamon Hickey.

Die Schüler beim Interview mit Eamon Hickey.

Bild: Stephanie Häberli

An den Wänden der Aula der Kantonsschule Trogen hängen an diesem Nachmittag irische Fahnen und eine Landkarte der Insel. Grund hierfür ist ein Sondertag zum Thema Irland.

Nun steht der Höhepunkt des Tages bevor: der Besuch des irischen Botschafters aus Bern. Bereits am Dienstagmorgen absolvierte der dritte Jahrgang des Gymnasiums und die Abschlussklasse der Fachmittelschule drei Module. Behandelt wurden folgende Themen: die Europäische Union, die irische Geschichte und die Auswirkungen des Brexits für Irland.

Ein Tag von Lernenden für Lernende

Organisiert wurde der Anlass von den Maturanden des Ergänzungsfachs  Geschichte und deren Lehrpersonen. Die Lernenden haben viel Zeit in die Vorbereitungen investiert. «Uns wurden in der Schule fünf Lektionen zur Verfügung gestellt. Viele haben zusätzlich noch ausserhalb der Schule Zeit für die Organisation des Tages aufgewendet», sagen Aline Scherrer und Lea Hiltbrunner, beides Schülerinnen des Ergänzungsfachs Geschichte.

Der Aufwand scheint sich gelohnt zu haben: «Ich finde das Thema sehr spannend. Es ist wichtig, dass den Jugendlichen auch aktuelle politische Themen näher gebracht werden», sagt Samuel Liu, ein teilnehmender Schüler. Sarah Loser, eine weitere Schülerin, ergänzt:

«Ich finde es spannend, Aktuelles mit meinem Wissen über die Vergangenheit zu verknüpfen.»

Gewappnet mit genügend Vorwissen, kann nun das Nachmittagsprogramm beginnen. Nach einer englischen Ansprache dreier Schüler, hat der irische Botschafter Eamon Hickey seinen Auftritt. In seiner Rede spricht er unter anderem über die Beziehung zwischen der Schweiz und Irland, sowie über die schwierige Situation zwischen dem Norden und dem Süden der Insel. Im zweiten Teil des Nachmittags wird Hickey von drei Schülern des Ergänzungsfachs interviewt. Der Grossteil der Themen ist politischer Natur. Aufgelockert wird das Ganze durch einige persönliche Fragen, welche der Botschafter auf seine humorvoller Art und Weise beantwortet. «Eamon Hickey erscheint mir sympathisch. Er wirkt sehr bodenständig auf mich», sagt Elias Hostettler, einer der Interviewer.

Ein lehrreicher Tag für alle Beteiligten

Der Botschafter ist beeindruckt von den Lernenden: «Ihr grosses Interesse an diesem Thema ist erstaunlich. Die Schüler haben interessante Fragen vorbereitet», so Eamon Hickey. 

«Ich habe es sehr genossen hier. Nun werde ich mit neuer Energie nach Bern zurückkehren.»

Auch die zuständige Geschichtslehrperson Damiana Widmer ist zufrieden. «Die Lernenden konnten einen Einblick in aktuelle Themen erhalten. Zudem erlernten die Ef-Schüler durch das Organisieren wichtige Sozialkompetenzen. »