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Ausserrhoder Schüler erhalten Schritt für Schritt elektronische Identität

Bis 2020 soll an allen Schulen und Kindergärten die elektronische Identität zur Verfügung stehen. Digital hinterlegt werden damit die Vornamen und Namen der Schülerinnen und Schüler.
Martin Schneider
Der Datenschutzbeauftragte äussert keine Bedenken und stuft die erhobenen Daten als moderat ein. (Bild: Benjamin Manser)

Der Datenschutzbeauftragte äussert keine Bedenken und stuft die erhobenen Daten als moderat ein. (Bild: Benjamin Manser)

Nichts weniger als eine neue Identität erhalten die Herisauer Schülerinnen und Schüler nach den Sommerferien. Genauer gesagt eine sogenannte elektronische Identität. Mit dieser können sich die Schülerinnen und Schüler zukünftig bei verschiedensten Services der Schulen einloggen, etwa beim elektronischen Postfach, bei Datenaustauschplattformen oder bei verschiedenen Lernprogrammen. Nach einer erfolgreich verlaufenen Testphase an drei Herisauer Schulhäusern wird das Projekt zunächst auf die Kindergärten sowie die Volksschulen von Herisau ausgeweitet. Bis in das Jahr 2020 soll sämtlichen Bildungsstufen im Kanton, von den Kindergärten über die Oberstufe bis hin zur Kantonsschule Trogen und dem Berufsbildungszentrum Herisau, die elektronische Identität zur Verfügung stehen.

Mehr Wirtschaftlichkeit und Sicherheit

Hinterlegt in dieser elektronischen Identität seien jeweils der Vorname und Name der Schülerinnen und Schüler, erklärt Johannes Dörler, CEO der AR Informatik AG (ARI), welche das Projekt betreut. Zugeteilt wird ihnen diese Identität ab dem Zeitpunkt, ab dem eine Schule oder ein Kindergarten entscheidet, elektronische Hilfsmittel einzusetzen. Ab wann dies der Fall ist, würden Kindergärten und Schulen weiterhin selber entscheiden, so Dörler weiter. Neu ist, dass mit der Einführung der elektronischen Identität auch die Informatik-Basisinfrastruktur aller Schulen im Kanton von der ARI betreut wird und sich die Schulen nicht mehr einzeln darum kümmern müssen, dass Betriebs- und Sicherheitssysteme auf dem aktuellsten Stand sind. Aus Sicht von Dörler führt dies zu mehr Wirtschaftlichkeit bei der Betreuung der Systeme und entlastet die einzelnen Schulen, wodurch die Lehrer sich wieder vermehrt auf ihren pädagogischen Auftrag konzentrieren könnten.

«Wir haben festgestellt, dass alle Schulen im Kanton die gleichen Herausforderungen haben, wenn es um Informatikfragen geht»,

sagt Johannes Dörler. «Die Informatik wird immer anspruchsvoller und komplexer. Stichworte hierzu sind Datensicherheit, Datenschutz und Cyberkriminalität», so Dörler weiter. Spätestens mit der flächendeckenden Einführung ab 2020 wird ein Teil der Login-Daten aller Ausserrhoder Schulen, nämlich die Passwörter, zentral auf einem Server der ARI gespeichert und nicht mehr von den Schulen selber. Aus Sicht von Dörler ein Schritt zu mehr Sicherheit. «Dadurch, dass die Passwörter in unserem Rechenzentrum gespeichert sind, können wir eine hohe Sicherheit garantieren», so Dörler. Die Passwörter der Schülerinnen und Schüler würden nie an eine externe Cloud gehen, die Benutzernamen hingegen schon.

Das sagt der Datenschutzbeauftragte

Einmal zugeteilt, behält ein Kind seine elektronische Identität während der gesamten Schulzeit, unabhängig davon, welche Schule es innerhalb des Kantons besucht. Damit haben alle Schülerinnen und Schüler in Zukunft Zugriff auf die schulischen Services, unabhängig vom benutzten Gerät. Damit verringere sich auch der administrative Aufwand bei Schulwechseln.

Datenschutzbedenken gibt es zumindest vom Datenschutzbeauftragten von Appenzell Ausserrhoden, Urs Glauser, keine. Um effizient zu arbeiten, bleibe auch Schulverwaltungen nichts anders übrig, als Daten elektronisch zu erfassen. Überhaupt sei für ihn fraglich, ob beim Erfassen von lediglich Vornamen und Namen überhaupt von einer eigentlichen elektronischen Identität gesprochen werden könne. Wichtig sei aber immer der ausreichende Schutz der Daten.

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