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Ausserrhoder Schulen werden auf Radon untersucht

Das Amt für Umwelt von Appenzell Ausserrhoden führt in den kommenden Monaten in allen Schulhäusern und Kindergärten Radonmessungen durch. Dies auf Anordnung des Bundes.
Mit an unauffälligen Stellen placierten kleinen Dosimetern wird die Radonkonzentration in den Schulhäuser gemessen. (Bild: pd)

Mit an unauffälligen Stellen placierten kleinen Dosimetern wird die Radonkonzentration in den Schulhäuser gemessen. (Bild: pd)

Mit der revidierten eidgenössischen Strahlenschutzverordnung, die seit Januar 2018 in Kraft ist, wird der Schutz vor Radon verbessert. In Schulen und Kindergärten sind Radonmessungen gemäss einer Mitteilung neu obligatorisch. Der Kanton steht dabei in der Verantwortung; denn Kinder sind besonders empfindlich auf sogenannte ionisierende Strahlung und müssen davor geschützt werden.

Das Ausserrhoder Amt für Umwelt – als kantonale Radonfachstelle und zugelassene Radonmessstelle – führt deshalb in allen Gemeinden während der anstehenden Heizperiode Radonmessungen in den Schulhäusern und Kindergärten durch. Eine Messung dauert über mindestens drei Monate. Erste Resultate werden im nächsten Sommer vorliegen. Die Messungen sind nicht etwa zufällig für die Wintermonate angesetzt: Weil Radon gasförmig ist und aus dem Gestein aus den Kellergeschossen der Häuser nach oben steigt ist die die Konzentration in den Wintermonaten höher.René Glogger, Sachbearbeiter Abteilung Wasser und Stoffe erklärt:

«Durch den Kamineffekt wird die Luft aus dem Untergeschoss nach oben gezogen. Zudem lüftet man im Winter tendenziell weniger.»

Im Freien verdünnt Radon sich so stark, dass die Konzentrationen unbedenklich sind. Gelangt es jedoch über Naturbodenkeller oder undichte Fundamente in Gebäude, können sich dort Radonatome ansammeln und für Menschen auf längere Zeit gefährlich werden. Glogger:

«Mit einer Messung während der Heizperiode sind wir auf der sicheren Seite.»

Wird der Referenzwert in bewohnten Räumen, Klassenzimmern oder an Arbeitsplätzen überschritten, müssen Massnahmen getroffen werden. Gemäss Glogger reichten oft kleine bauliche Anpassungen wie undichte Stellen im Fundament abdichten, Natursteinböden zu betonieren oder Fensterdichtungen auszuwechseln.

Gemäss Glogger schreibt der Bund seit den 1990er-Jahren vor, dass jede Gemeinde einmalig mindestens 20 Gebäude auf eine Radonbelastung hin überprüft. Seither wurden in Appenzell Ausserrhoden in etwa 600 Gebäuden, darunter auch in Schulhäuser, Messungen durchgeführt. (pag)

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