Schule Steinegg senkt Steuern einmal mehr und verzichtet auf Photovoltaik

Aufgrund der soliden Finanzbasis kann die Schulgemeinde Steinegg zum viertenmal hintereinander den Steuerfuss senken. Orientiert wird auch über den Verzicht für weitere bauliche Massnahmen zu verbesserter Energieeffizienz und auf die Installierung einer Photovoltaikanlage.

Hanspeter Strebel
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STEINEGG. Die Schulgemeindeversammlung vom Freitagabend in der Mehrzweckhalle warf keine Wellen. Sämtliche Anträge des Schulrates passierten diskussionslos und einstimmig.

Präsident Hans Dörig warf in seiner kurzen Einführung einen Blick auf den Einfluss der digitalen Medien auf die Schule. Diese dürfe sich der rasanten Entwicklung nicht verschliessen, sondern müsse sich der Herausforderung stellen und die Kompetenzen für einen sinnvollen Umgang auch mit Social Media vermitteln. Es gehe um «Werkzeuge», die die persönlichen Kontakte nie überflüssig machen dürften, sagte Dörig.

Warten auf Rasennutzung

Witterungsbedingt konnte die letztes Jahr bewilligte Totalsanierung des Naturrasenspielplatzes noch nicht vollständig fertiggestellt werden, obwohl die Rasenaussaat planmässig im September erfolgte. Auch ein Termin für die Nutzungsfreigabe steht noch nicht fest, ebenso wenig liegt die Bauabrechnung vor.

In seinem Jahresbericht konnte Präsident Hans Dörig auch von wieder steigenden Schülerzahlen berichten. Insgesamt werden 92 Schülerinnen und Schüler (inklusive Kindergarten) die Schule Steinegg besuchen. Dazu werden 39 in der Oberstufe in Appenzell unterrichtet. Klassentrennungen sind aufgrund der zu erwartenden Schülerzahlen nicht mehr nötig. Für ihre langjährige Lehrtätigkeit im Bereich der Handarbeit (seit 2006 auch mit einem Pensum in Steinegg) wurde Marianne Gmünder-Neff speziell geehrt.

Steuerfuss erneut gesenkt

Sämtliche Schulratsmitglieder mit Präsident Hans Dörig wurden im Amt bestätigt. Rücktritte lagen keine vor. Kassier Josef Manser konnte von einer erfreulichen finanziellen Situation berichten. Trotz einer Steuersenkung von 4 auf 74 Prozent im vergangenen Jahr bei Einnahmen von rund 2,1 Mio. Franken konnte ein Überschuss von knapp 155 000 Franken erzielt werden. Das sind gut 100 000 Franken mehr als budgetiert. Insbesondere fielen die Steuern deutlich besser aus als veranschlagt.

Da mittelfristig keine grösseren Investitionen anstehen, konnte der Schulrat den Stimmberechtigten zum viertenmal in Folge eine Senkung des Steuerfusses beantragen. Er liegt nun bei 68 Prozent (minus 6). Dies bedeutet Mindereinnahmen von rund 120 000 Franken. Dem Antrag erwuchs keinerlei Widerstand.

Gutgeheissen wurde auch eine Ergänzung des Schulgemeindereglements, die dem Schulrat die abschliessende Kompetenz für den Erlass des Informatikreglements gibt, da diese Materie äusserst schnelllebig ist und nicht wegen jeder Änderung das Stimmvolk bemüht werden soll.

Ausführlich informierte der Schulratspräsident über die Abklärungen aufgrund eines Antrags im Vorjahr, was Massnahmen zur Energieeffizienz am Schulgebäude und insbesondere die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach betrifft.

Für Alter erstaunlich gut

Im Anbetracht seines Alters von 30 Jahren weise das Gebäude eine erstaunlich gute Energiebilanz auf. Es sei damals offensichtlich seriös gebaut worden, lobte Hans Dörig. Natürlich würde man mit heutigen Möglichkeiten noch dichter bauen. Einige Schwachstellen seien bereits ausgemerzt worden oder sie stünden in Planung. Eine Gesamtsanierung sei aber auch nach Meinung von unabhängigen Experten frühestens in zehn Jahren sinnvoll.

Absage an Photovoltaik

Die Installierung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach wäre nach Meinung des zugezogenen Statikers nur mit einer Verstärkung der Dachkonstruktion verantwortbar. Dies würde hohe Kosten verursachen. Aufgrund dieser Ausgangslage möchte der Schulrat kurzfristig am Mehrzweckgebäude keine grösseren baulichen Massnahmen vornehmen.

Die Versammlung nahm die Information ohne Wortmeldung zur Kenntnis.

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