Schule besonders betroffen

Besonders betroffen von den Kürzungen ist die Schule; freilich ist es auch der weitaus grösste Budgetposten. Im Kindergarten und in der Primarschule werden die Lektionen für Deutsch als Zweitsprache um rund 50 Prozent reduziert.

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Besonders betroffen von den Kürzungen ist die Schule; freilich ist es auch der weitaus grösste Budgetposten. Im Kindergarten und in der Primarschule werden die Lektionen für Deutsch als Zweitsprache um rund 50 Prozent reduziert. Die Lektionen für die Schulische Heilpädagogik werden auf allen Stufen um rund 10 bis 20 Prozent reduziert. Die Kosten für Stellvertretungen werden ebenfalls verringert. Kurzfristige Ausfälle von Lehrpersonen können nicht in jedem Fall in der Schule aufgefangen werden. Es kann zu Unterrichtsausfällen kommen. Ist eine Lehrperson krank, wird erst ab dem dritten Tag eine Stellvertretung organisiert. Im Ausnahmefall und nach Vereinbarung werden laut Monika Bodenmann Kinder in der Schule betreut, wenn Eltern die Betreuung zu Hause nicht sicherstellen können. Weiter wird beim Oberstufen-Nachmittag und bei den Clubs das Angebot an Freifächern je von acht auf sechs Lektionen reduziert. Auch die Beiträge für Schulreisen, Lager und Exkursionen wurden um die Hälfte gekürzt. Um die Oberstufe gemäss den Vorgaben des Regierungsrates führen zu können, muss eine Umstellung auf ADL vorangetrieben werden. Die Projektkosten für die Umstellung betragen 150 000 Franken über drei Jahre verteilt. Sie rechtfertigen nach Ansicht des Gemeinderates die Reduktion der Pensen von heute total 943 auf 550 Stellenprozente in den Jahren mit den tiefsten Schülerzahlen in der Oberstufe. Der Gemeinderat hat auch eine gemeinsame Oberstufe mit Schwellbrunn bzw. Herisau geprüft. Die Kosten hätten dadurch aber laut Monika Bodenmann nicht massgeblich gesenkt werden können. Eine eigene Oberstufe sei auch ein Standortvorteil. Die Schulqualität sieht sie durch die Sparmassnahmen nicht gefährdet. (pk)