Schulden abbauen und investieren

Die Jahresrechnung 2010 der Gemeinde Wattwil schliesst bei Ausgaben von 40,5 Millionen und einem Ertrag von 41,6 Millionen um eine Million Franken besser ab als budgetiert. Besonders ins Gewicht fallen dabei die Minderausgaben für die Schule und im Sozialbereich.

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Die Jahresrechnung 2010 der Gemeinde Wattwil schliesst bei Ausgaben von 40,5 Millionen und einem Ertrag von 41,6 Millionen um eine Million Franken besser ab als budgetiert. Besonders ins Gewicht fallen dabei die Minderausgaben für die Schule und im Sozialbereich. Diese Million wird für zusätzliche Abschreibungen auf das Schwimmbad und die Rietstein-Turnhalle verwendet.

Der Wattwiler Gemeinderat legt ein Budget 2011 vor, das ein Ausgabenwachstum von sieben Prozent auf 43 Millionen beinhaltet. Aus dem Finanzausgleich bezieht Wattwil voraussichtlich rund neun Millionen. In der Diskussion kritisierte Wendelin Brand in einer längeren Rede vor allem das Ausgabenwachstum. Eine Gemeinde mit einem so hohen Schuldenberg und einem so hohen Steuerfuss wie Wattwil müsse sparen. Griffbereit hatte Wendelin Brand schon einen Antrag, die Ausgaben auf 42 Millionen zu begrenzen. Stellen wolle er ihn aber wohl erst nächstes Jahr: «Dass wir vom Ausgleich leben, wird sich rächen», meinte er. Man solle sich mit den Ausgaben an den realen Einnahmen orientieren und ermahnte den Gemeinderat, nächstes Jahr statt einem Ausgabenwachstum eine -reduktion zu budgetieren.

Schwarzmalerei sei völlig fehl am Platz, meinte Gemeindepräsident Alois Gunzenreiner auf diese Kritik. In Wattwil werde investiert – in Wohnbauten und in Industriebauten. Ausgleichsgemeinden seien keine Bettelgemeinden. Und wenn Wendelin Brand sich die Mühe machen würde, die Gemeinderechnung zu studieren, würde ihm auffallen, dass die Politische Gemeinde auf dem besten Weg sei, die Schulden abzubauen. (hak)