SCHÜTZEN: Martin Forrer erneut im Vorstand

Die Delegierten der Obertoggenburger Schützenvereine wählen im Ennetbühler Restaurant Krone mit Martin Forrer einen alten «Hasen» in den Vorstand. René Rust tritt nach sechs Jahren Vorstandsarbeit aus beruflichen Gründen zurück.

Beatrice Bollhalder
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Die erfolgreichsten Jungschützen (vorne, von links): Fabian Koller, Jonas Bösch, Ruedi Ammann und Angela Rutz mit dem neuen Vorstandsmitglied Martin Forrer (hinten links) und dem abtretenden Verantwortlichen des Jungschützenwesens René Rust (hinten rechts). (Bild: Beatrice Bollhalder)

Die erfolgreichsten Jungschützen (vorne, von links): Fabian Koller, Jonas Bösch, Ruedi Ammann und Angela Rutz mit dem neuen Vorstandsmitglied Martin Forrer (hinten links) und dem abtretenden Verantwortlichen des Jungschützenwesens René Rust (hinten rechts). (Bild: Beatrice Bollhalder)

Beatrice Bollhalder

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@toggenburgmedien.ch

Wie schwer es ist, Nachfolger für Vorstandspositionen zu finden, hat Kurt Geisser, Präsident des Bezirksschützenverbandes (BSV) Obertoggenburg, erfahren, als er einen Verantwortlichen für das Jungschützenwesen finden musste. «Nach unzähligen Absagen habe ich als allerletzte Option noch bei Martin Forrer angeklopft», hielt Geisser am Freitagabend fest. Er habe es eigentlich vermeiden wollen, jemanden zu belästigen, der sich bereits früher engagiert habe, sei aber sonst nicht fündig geworden.

Forrer, der bereits früher das Jungschützenwesen innehatte und auch einige Zeit als BSV-Präsident geamtet hat, liess sich überreden, das Amt interimsweise noch einmal zu übernehmen. Nach der Wahl liess Forrer die Anwesenden mit deutlichen Worten wissen, dass dieses Verhalten nicht von Erfolg gekrönt sein würde. «Vor einem Jahr haben wir uns einstimmig gegen die vom KSV angestrebte Umstrukturierung entschieden. Und nun lässt sich nicht einmal auf unserer Ebene jemand finden, der ein solches Amt – und das Jungschützenwesen ist eine der dankbarsten Chargen – übernehmen will. Was soll nur geschehen, wenn dereinst einmal der Präsident, der Kassier oder gar der Feldschies­senchef zu ersetzen sind? Die Vereine sind gefordert, sich auch auf dieser Ebene zu engagieren», ermahnte Forrer. Geisser kündigte an, wieder auf jene Personen zuzugehen, für die es nach eigenen Angaben nur momentan nicht günstig gewesen sei.

Neue Resultaterfassung fürs Feldschiessen

Kassier Benno Bollhalder konnte eine Rechnung vorlegen, die sogar einen schönen Gewinn ausweist. Sowohl diesem als auch dem Budget 2017 wurde einstimmig zugestimmt. Im Allgemeinen konnten die Ressortchefs von einer guten Beteiligung und einem erfolgreichen Jahr berichten. Auch Feldschiessenchef Hausi Stauffacher blickte auf einen ohne Probleme durchgeführten Grossanlass zurück, der im vergangenen Jahr in der Bitzi stattgefunden hat. Nicht so sicher ist er sich diesbezüglich für das kommende Feldschiessen. Zwar traut er den Organisatoren, der Feldschützengesellschaft Alt St. Johann einen einwandfrei durchgeführten Wettkampf zu, aber der Resultatauswertung steht Stauffacher noch misstrauisch gegenüber. Es sei ein neues Programm dafür angeschafft worden. «Dieses ist noch gar nicht ausgereift. Aber bis zu unserem Anlass von Mitte August sollte es dann klappen. Die anderen Bezirke, die ihr Feldschiessen im Juni anbieten, müssen sich damit herumschlagen», erklärte er. Etwas kompliziert ist es auch bei der Gruppenmeisterschaft, weil neue Kategorien geschaffen wurden, die vom Verantwortlichen Ruedi Scherrer aber erklärt werden konnten. Eine bessere Beteiligung wünschen sich die beiden Matchverantwortlichen Andreas Künzli (300 Meter) und Walter Lusti (50/25 Meter).

René Rust, der zum letzten Mal die Ehre hatte, erfolgreiche Jungschützen auszuzeichnen, durfte immer wieder den Namen Angela Rutz in den Mund nehmen. Mit 93 Punkten konnte sie sich als beste Teilnehmerin des Wettschiessens feiern lassen. Im Bezirkscup, der einmal mehr in Alt St. Johann ausgetragen wurde, musste sich die Nachwuchsschützin vom MSV Speer-Laad nur vom Steiner Jonas Bösch besiegen lassen. Dritter wurde Ruedi Ammann (FSG Alt St. Johann).

Gleiche Chancen für alle

Die FSG Alt St. Johann stellte einen Antrag, dass künftig nicht nur die Mitglieder des Klein­verbandes jeweils auf dem Feldschies­senplatz eine Vorübung absolvieren können. Aus Kapazitätsgründen und weil dies keine Sache des Bezirksschützenverbandes, sondern eben des Kleinverbandes sei, entstand eine langwierige Diskussion. Alt Bezirksschützenmeister Walter Lusti riet dazu, dass künftig alle Schützen ihre Vorübungen auf dem Stand absolvieren. «Anders ist diese Benachteiligung von Mitgliedern einiger Vereine nicht aus der Welt zu schaffen», so Lusti. Dem Gegenantrag des BSV, dass das Thema innerhalb der Vereine an deren Hauptversammlungen und im Kleinverband noch einmal besprochen wird, wurde zugestimmt.