Schriftliche Anfrage
Appenzell Ausserrhoden will sich am Innovationspark Ost beteiligen

Der Kanton begrüsst das geplante Innovationsprojekt auf dem Tagblatt-Areal in St.Gallen. Der Regierungsrat kündigt an, Aktienkapital in Höhe von 200 000 Franken zu zeichnen.

Jesko Calderara
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Auf dem Tagblatt-Areal in St.Gallen, gleich neben der Empa, soll ein Cluster für Forschung und Innovationen entstehen.

Auf dem Tagblatt-Areal in St.Gallen, gleich neben der Empa, soll ein Cluster für Forschung und Innovationen entstehen.

FDP-Kantonsrat Markus Brönnimann.

FDP-Kantonsrat Markus Brönnimann.

Bild: PD

Der Kanton Appenzell Ausserrhoden möchte sich am geplanten Innovationspark Ost in St.Gallen beteiligen. Die Regierung plant die Zeichnung von Aktienkapital in der Höhe von 200 000 Franken. Dies antwortet sie in einer Stellungnahme zu einer schriftlichen Anfrage von Markus Brönnimann. Der Herisauer FDP-Kantonsrat wollte unter anderem wissen, wie der Regierungsrat das Vorhaben einschätzt und ob sich Ausserrhoden allenfalls engagiert.

Der Innovationspark Ost bringt Forschungsteams aus Wirtschaft sowie Wissenschaft zusammen. Er soll als zusätzlicher Standort ins Netzwerk des Innovationsparks Schweiz aufgenommen werden. Die Federführung des Projekts liegt beim Kanton St. Gallen. Ausserrhoden strebt wie erwähnt eine Kapitalbeteiligung an. Weitere finanzielle Beiträge wie beispielsweise die Gewährung eines Darlehens während der Aufbauphase sind nicht vorgesehen. Hingegen sollen mehrere Wirtschaftsvertreter und nicht etwa Regierungsmitglieder Einsitz im Verwaltungsrat der Trägergesellschaft nehmen, heisst es in der Stellungnahme weiter. Die finanzielle Unterstützung aus Ausserrhoden ist an diese Bedingung geknüpft. Grundsätzlich ist aber eine Trennung zwischen der strategischen Tätigkeit des Innovationsparks und der Politik vorgesehen. Das Departement Bau und Volkswirtschaft sowie das Amt für Wirtschaft und Arbeit wollen sich aber im Rahmen der bestehenden Verbindungen zu Netzwerkpartnern wie Startfeld einbringen.

Projekt würde die ganze Ostschweiz stärken

Der Innovationspark Ost ist auf dem Tagblatt-Areal an der Fürstenlandstrasse in St.Gallen geplant. Dort besteht neben der Empa bereits eine Forschungs- und Laborinfrastruktur. Für eine spätere Weiterentwicklung des Parks bringt der Regierungsrat das Bahnhofareal Herisau ins Spiel. Dieses wäre seiner Ansicht nach ein geeigneter Standort dafür. Die Regierung verspricht sich einiges von einem Innovationspark in der Ostschweiz. Insbesondere die exportorientierten und innovativen Unternehmen im Kanton würden davon profitieren, schreibt sie in ihrer Antwort. Zudem könnte Ausserrhoden für qualifizierte Arbeitskräfte an Attraktivität gewinnen.

Die Regierung sieht das Projekt abgesehen davon als wichtiges Element im Metropolitanraum Bodensee an. Damit werde die gesamte Region in wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Hinsicht gestärkt mit dem Ziel, Arbeitsplätze zu erhalten und neue zu schaffen.