Schreinerin gewinnt Sektionsmeisterschaft

APPENZELLERLAND. Die Sektionsmeisterschaft des Schreinermeisterverbandes dient als interne Qualifikationsrunde für die überregionale Meisterschaft, welche ihrerseits Zugang zur Schweizer Meisterschaft ist. 25 junge Schreiner aus beiden Appenzell haben daran teilgenommen.

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Die stolzen Gewinner der Sektionsmeisterschaften: Stefan Willen (2.), Sandra Brülisauer (1.) und Michael Sutter (3.) (v. l.). (Bild: pd)

Die stolzen Gewinner der Sektionsmeisterschaften: Stefan Willen (2.), Sandra Brülisauer (1.) und Michael Sutter (3.) (v. l.). (Bild: pd)

APPENZELLERLAND. Die Sektionsmeisterschaft des Schreinermeisterverbandes dient als interne Qualifikationsrunde für die überregionale Meisterschaft, welche ihrerseits Zugang zur Schweizer Meisterschaft ist. 25 junge Schreiner aus beiden Appenzell haben daran teilgenommen.

Die Podestplätze belegten Sandra Brülisauer aus Appenzell (Weishaupt AG, Appenzell), Stefan Willen aus Wolfertswil (Martin Roth AG, Degersheim) und Michael Sutter aus Appenzell (Weishaupt AG, Appenzell). Die beiden ersteren haben die Ehre, das Appenzellerland an der Überregionalen Meisterschaft zu vertreten. Thomas Meier, Ausbildner an der Holzfachschule in Teufen, betonte aber, dass alle Teilnehmenden profitieren konnten. Nebst der allgemeinen Übung seien auch die Wettkampfbedingungen eine nützliche Erfahrung. Denn die Herstellung eines Möbels mit klaren und bewerteten Zeit- und Qualitätsanforderungen wird auch an der wichtigen Zwischenprüfung im dritten Lehrjahr gefragt.

Anspruchsvolle Aufgabe

Die Aufgabe bestand in einem kleinen Beistelltisch mit integrierter Schublade, welcher aus verschiedenen Materialien und mit verschiedenen Verbindungen erstellt werden musste. So bestand die Rahmenkonstruktion aus massivem Eschenholz, während der Korpus aus Sperrholz war. Zusammengehalten wurden die Teile teils mit Dübel-, Zapfen- oder Zinken-Verbindungen. Doch die grösste Herausforderung und für manchen der eigentliche Knackpunkt lag in den sich verjüngenden Füssen, welche in einem Fünf-Grad-Winkel zur Senkrechten angebracht werden mussten. Nicht alle Teilnehmer waren der Aufgabe gewachsen.

Gut vorbereitet

Unter den 25 Teilnehmern aus dem Appenzellerland befanden sich auch vier Schreinerinnen. Dieses Jahr konnte erstmals eine Frau den Lehrlingswettbewerb für sich entscheiden. Ein Blick auf die Punktzahl lässt dabei keine Zweifel aufkommen. Mit 86 von 102 Punkten lag Sandra Brülisauer über fünf Punkte vor dem zweitplazierten Stefan Willen. Thomas Meier streicht dabei ein wichtiges Merkmal hervor, welches die vorderen von den hinteren Plätzen unterschied: die Art und Qualität der Vorbereitung. Dies bestätigte sich auch bei Sandra Brülisauer. Da für einmal die Pläne der Arbeit im voraus bekannt waren, übte sie die schweren Verbindungen und stellte sich einen Arbeitsplan zurecht. Doch auch am Wettkampftag selbst ging sie überaus taktisch vor. Nebst dem Zeitplan hatte sie das Bewertungsblatt vor sich und wusste genau, dass ein Bewertungskriterium höchstens vier Punkte gab. Wie sie selber sagte, konnte sie damit auch einige Nuller in der Bewertung wegstecken und konzentriert weiterarbeiten. Als sie bei der Prüfung am Mittag ihrem Zeitplan rund eine Stunde voraus war, wusste sie, dass der Plan aufgehen würde. Dass es aber für einen Podestplatz reicht, hätte sie nie gedacht. Nun aber ist sie stolz auf ihr gelungenes Möbel und auch etwas stolz darauf, «dass sie's dene Pooschte het chönne zäge!». (pd)

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