Schrecken bei Ladenbesitzern

ALTSTÄTTEN. Jetzt ist sie eingereicht, die Initiative für eine autofreie Marktgasse. Bei den Ladenbesitzern ist die Meinung seit Jahrzehnten klar. Die überwiegende Mehrheit der betroffenen Geschäftsinhaber lehnt die Forderung nach einer autofreien Marktgasse entschieden ab.

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ALTSTÄTTEN. Jetzt ist sie eingereicht, die Initiative für eine autofreie Marktgasse. Bei den Ladenbesitzern ist die Meinung seit Jahrzehnten klar. Die überwiegende Mehrheit der betroffenen Geschäftsinhaber lehnt die Forderung nach einer autofreien Marktgasse entschieden ab.

Neue Situation

Die Initianten stellen sich auf den Standpunkt, gerade weil jetzt gebaut werde, sei der richtige Zeitpunkt für die Initiative gekommen. Mit dem neuen Rathaus und der Tiefgarage entstehe eine völlig neue Situation im Städtli. Die Verkehrsführung sei in die Gesamtgestaltung einzubeziehen. Toni Studach und Eva Graf Poznicek meinen: «Es wäre doch unsinnig, nach den grossen Bauarbeiten die Beschilderung und alles weitere in der Marktgasse vorzunehmen, um wenig später die Tafeln und Anpassungen wieder neu zu machen.» Im Übrigen sehe die Initiative eine Frist von zwei Jahren vor, bis März 2018. Herauszuhören ist zugleich die Bitte, die Befürworter der Initiative möchten sich doch in die Lage der Ladenbesitzer hineindenken und sich vorstellen, ein Haus zu haben, zu dem sie keine freie Zufahrt hätten. Die Initianten sagen, bei der Regelung der Zufahrt habe der Stadtrat Spielraum, denn es seien keine Zeiten definiert.

Bedürfnis nicht erwiesen

Den 800 Unterschriften zum Trotz wird zum Teil bezweifelt, dass der Wunsch nach einer autofreien Marktgasse tatsächlich so gross ist, dass er einer Mehrheit entspricht. Dank der Arkaden, die teilweise erhöht sind, sowie einer recht breiten Zone für Fussgänger auch auf der anderen Seite der Marktgasse könnten sich alle Städtlibesucher im Städtli aufhalten, ohne vom Verkehr gestört zu werden. Verwiesen wird auch auf die zahlreichen Bemühungen der Igea, dem Publikum mit speziellen Anlässen etwas zu bieten und immer wieder Veranstaltungen durchzuführen oder zu unterstützen, bei denen die Marktgasse autofrei ist.

Bei der Umsetzung der Initiative bestünde insofern kein Spielraum, als die Marktgasse autofrei würde. Dem Stadtrat steht es aber frei, einen Gegenvorschlag mit einer alternativen Regelung zu erarbeiten und der Bürgerschaft zusammen mit der Initiative vorzulegen. (gb)