«Schotter und Erde abgetragen»

Nachgefragt

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Gestern fuhren keine Züge zwischen Waldstatt und Jakobsbad. Schuld daran war ein durch Erosion entstandenes Loch neben den Schienen. Alexander Liniger, Mediensprecher der Appenzeller Bahnen, erläutert, wie es zu dem Vorfall gekommen ist.

Wie ist es zur Erosion gekommen?

Unter diesem Teil der Schienen verläuft ein Bachdurchlauf. Hier hat das Wasser Schotter und Erde abgetragen. In den letzten Tagen hat sich der Prozess beschleunigt. Vermutlich ist der Niederschlag und Schmelzwasser der letzten paar Tage dafür verantwortlich. Uns war bewusst, dass die Stelle saniert werden muss. Die Pläne lagen uns und dem Kanton vor.

Müssen Sie öfters solche Erosionen sanieren?

So was passiert äusserst selten. Das letzte Mal, als die Erde bis zum Gleis abgetragen wurde, ist meines Wissens drei Jahre her.

Besteht die Gefahr, dass Züge von den Schienen kippen könnten?

Das Loch stellt keine Gefahren dar. Deshalb wurde der Betrieb am Donnerstag normal weitergeführt. Die Züge fuhren einfach etwas langsamer. Der Abschnitt wurde vorgestern auch den ganzen Tag lang überwacht. Falls das Loch grösser geworden wäre, hätten wir den Betrieb unter­brochen.

Haben Sie bei anderen Streckenabschnitten dieselben Probleme?

Es gibt für die ganze Region eine Gefahrenkarte, darauf sind kritische Orte vermerkt. Diese Stellen werden von uns und den Kantonen beobachtet und wenn nötig frühzeitig saniert.

Wann wird die Strecke wieder befahrbar sein?

Gestern wurde ein Grossteil der Arbeit verrichtet. Heute sollte die Bahn wieder fahren. (mic)