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WM-Dritter Simon Ehammer lässt sich feiern

Zehnkämpfer Simon Ehammer wird am Montagabend überrascht: Eine grosse «Feier-Gemeinde» würdigt den Bronzemedaillengewinner der Junioren-WM auf dem Landhaus-Vorplatz.
Lukas Pfiffner
Trotz Regen nicht im Regen stehen gelassen: Applaus für den Athleten aus Teufen. (Bild: Erich Brassel)

Trotz Regen nicht im Regen stehen gelassen: Applaus für den Athleten aus Teufen. (Bild: Erich Brassel)

«Schaut, dass ihr dann ungefähr im Rhythmus der Musik klatscht», lautete die Aufforderung René Wylers an die Schar auf dem Landhaus-Vorplatz. Beim Leiter der Sportlerschule Appenzellerland waren im Geheimen die organisatorischen Fäden zusammengelaufen. Kurz vor 18.30 Uhr waren am Montagabend rund 170 Personen zu Ehren Simon Ehammers versammelt. «Die Familie Baumann, sein Arbeitgeber, musste Einiges zusammenlügen, damit er nichts erfahren hat», sagt René Wyler.

In einem eleganten Fahrzeug wurde er vorgefahren. Vertretungen des TV Herisau und des TV Teufen standen Spalier, die Musikgesellschaft Stein (deren Mitglied Ehammer am Bariton ist) bildete den instrumentellen Rahmen. «Wir sind stolz auf dich!», war auf einem Transparent zu lesen. Regen begleitete diesen ersten Teil der Feier – im Mittelpunkt ein 18-jähriger Athlet, der überwältigt war.

Rückblick auf Werdegang und WM

Simon Ehammer und seine Trainer. Bild: Erich Brassel

Simon Ehammer und seine Trainer. Bild: Erich Brassel

«Ihr habt es gemerkt, es war für mich emotional grad ein bisschen viel», sagte der Zehnkämpfer später im Foyer des Gebäudes, nachdem er viele Hände geschüttelt hatte: von Verwandten, Trainern, Vertretern von kantonalen und kommunalen Gremien, Kollegen und Kolleginnen aus Sport, Musik und Geschäft, Gönnern, Medienleuten. Umarmung da, Kuss dort. «Ich danke herzlich für das Kommen und ebenso allen, die mich unterstützt haben.» Manuela Ehammer hängte ihrem Sohn nochmals die Bronzemedaille um. Mit Fotos und Filmsequenzen blickte die «Feier-Gemeinde» auf Ehammers Werdegang und die WM zurück. Trainer Karl Wyler, der auf eigene Kosten nach Tampere gereist war, berichtete von seinen nächtlichen Punkte-Hochrechnungen, sein Bruder René von der Begleichung einer Wette. Von Simons Ehrgeiz war die Rede; auch vom Glück, nie verletzt gewesen zu sein.

Viele Personen traten als Gratulanten ans Mikrofon. Peter Haas, Leistungssportchef Swiss Athletics, hatte auf der Rückreise von der EM in Berlin Zwischenhalt in Teufen gemacht. Nicht nur Ehammer wurde gewürdigt, sondern auch das Umfeld.

Beat Schluep hatte den Jüngling aus Stein im TV Herisau ab 2011 gefördert, vor einigen Monaten wechselte Ehammer zum TV Teufen. «Natürlich hat man nicht nur Freude, wenn der beste Mann geht. Aber wir haben uns gesagt: Wir müssen die Vereinsmaske vergessen.» Wenn dies das Richtige für den weiteren Weg gewesen sei, müsse man dahinterstehen. «Wir sollen nicht als TVH oder TVT wahrgenommen werden, sondern als appenzellische Leichtathleten.» Dies unterstrich Bruno Eisenhut, der Präsident des Kantonal-Turnverbandes. «Es ist schön, Leute wie dich, Simon, hier im Appenzellerland zu haben», freute sich Regierungsrat Alfred Stricker, in dessen Departement der Sport angesiedelt ist.

Stehende Ovation zum Abschluss

Ehammer sei über die Region hinaus ein hervorragender Repräsentant des besonderen Modells der Sportlerschule, sagte Hans Höhener. Der Präsident von Appenzellerland Sport, der Trägerorganisation, meinte: «Es war ein wunderschöner Abend – für dich, Simon.» Professionell und liebenswürdig war die Feier gestaltet. Eine stehende Ovation schloss den zweistündigen offiziellen Teil.

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