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SCHÖNENGRUND: Weltneuheit aus Schönengrund

Wenn es um Maschinen zur Bearbeitung von Holz geht, hat eine Ausserrhoder Firma die Nase vorn. An der Fachmesse in Basel präsentierte die Krüsi AG eine technologische Neuheit.
Karin Erni
Die neuartige Maschine kann Holzbauteile von mehreren Seiten gleichzeitig bearbeiten und produziert daher sehr schnell. (Bild: PD)

Die neuartige Maschine kann Holzbauteile von mehreren Seiten gleichzeitig bearbeiten und produziert daher sehr schnell. (Bild: PD)

SCHÖNENGRUND. «Unsere Maschine hat eingeschlagen wie eine Bombe», sagt Urs Iseli, Inhaber und Geschäftsführer der Krüsi Maschinenbau AG in Schönengrund. Letzte Woche hat seine Firma an der Fachmesse Holz in Basel ein neuartiges CNC-gesteuertes Bearbeitungscenter präsentiert. Das Ausstellungsstück steht mittlerweile bereits bei einem Kunden in Frankreich im Einsatz, fünf weitere sind verkauft. Dies, obwohl ein solches Gerät je nach Ausstattung auf 450 000 bis 850 000 Franken zu stehen kommt. Das neue Abbundcenter ist ein Alleskönner. Es übernimmt den allgemeinen Zimmerei-Abbund wie Riegel-, Element- und Chaletbau und kann auch für Dachkonstruktionen eingesetzt werden. Unter dem Begriff «Abbund» versteht man in der Zimmermannssprache die Arbeitsschritte vom Anreissen des Bauholzes und dessen Bearbeitung und Zupassen bis zum probeweisen Zusammenlegen zu einem konstruktiven Gebilde. Durch die erweiterten Bearbeitungsmöglichkeiten eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten für den Holzbau.

Urs Iseli Geschäftsführer, Inhaber (Bild: PD)

Urs Iseli Geschäftsführer, Inhaber (Bild: PD)

Zwei Jahre Entwicklungszeit

Die Produktion der Weltneuheit läuft auf Hochtouren. «Wir stellen den grössten Teil der Komponenten selbst in unserem Werk in Schönengrund her», so Urs Iseli. Den Rest der Arbeit vergebe man an Zulieferer in der Region. Die elektronischen Steuerungen entwickelt die Firma Num in Niederteufen. «Über die Steuerung kann jetzt mehrkanalig gearbeitet werden. Die Aggregate sind somit unabhängig einsetzbar. Das nächste Aggregat kann bereits vorpositioniert werden, dadurch wird die Bearbeitungszeit des Werkstücks signifikant verkürzt», erklärt Iseli. In dieser Maschine steckten zwei Jahre Entwicklungszeit, das sei kapitalintensiv. «Wir mussten die Produktion vorfinanzieren, damit der Kunde nicht zu lange darauf warten muss.»

Die Firma Krüsi verfügt über eine mehr als 50jährige Erfahrung in der Produktion von Holzbearbeitungsmaschinen. Am Anfang stand eine Innovation: Ein automatischer Zapfenschneider. Er vereinfachte die Produktion von Fachwerk erheblich. 1400 Stück hat Krüsi bis heute davon verkauft. Rund 60 Prozent der Produktion gehen in den Export. Schweizer Qualität und Langlebigkeit stehen immer noch hoch im Kurs. So hat die Firma die Problematik der Lohnkosten und des hohen Frankenkurses bis jetzt gut überstanden.

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