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SCHÖNENGRUND: Von Stifti bis Pension am selben Ort

Einen Tag nach seinem 65. Geburtstag hatte Valentin Büchler gestern seinen letzten Arbeitstag bei der Krüsi Maschinenbau AG in Schönengrund. Geschäftsleiter Urs Iseli lässt einen solchen Mitarbeiter nur ungern ziehen.
Roger Fuchs
Valentin Büchler vor einer von der Krüsi Maschinenbau AG hergestellten Holzbearbeitungsmaschine, der vollautomatischen Lignamatic. (Bild: rf)

Valentin Büchler vor einer von der Krüsi Maschinenbau AG hergestellten Holzbearbeitungsmaschine, der vollautomatischen Lignamatic. (Bild: rf)

SCHÖNENGRUND. «Die Zeit ist viel zu schnell vergangen», sagt der gelernte Maschinenmechaniker und heutige Montageleiter Valentin Büchler mit Blick auf die letzten 49 Jahre. Büchler ist gestern bei jener Firma in Pension getreten, bei der er einst die Lehre absolviert hatte. Dass er sein Leben lang bei der Krüsi Maschinenbau AG arbeiten würde, war ursprünglich nicht so geplant. «Nach der Stifti wollte ich eigentlich gehen», erzählt Valentin Büchler. Er hätte nach der Rekrutenschule an vier Arbeitsorten anfangen können. Firmengründer Fritz Krüsi jedoch soll sich gesagt haben, was andere können, könne er auch. Und so überzeugte er Valentin Büchler, zu bleiben. Dieser übernahm einen Arbeitsplatz in der Montage und arbeitete sich im Lauf der Jahre in weitere Aufgabenfelder ein. Die Vielseitigkeit ist es denn auch, die der heutige Geschäftsführer Urs Iseli an Valentin Büchler schätzt. «Seine Kompetenz reicht vom Bereich der Konstruktion über Elektronik, Hydraulik und Pneumatik bis hin zur Montage und Inbetriebnahme von Anlagen», sagt Iseli.

Selbst entworfene Maschine

Auch wenn gestern der letzte offizielle Arbeitstag von Valentin Büchler war, so steht für ihn fest: «Ich werde künftig in reduziertem Mass weiterhin in dieser Firma anzutreffen sein.» Dann fixieren seine Augen an der Bürowand die Konstruktionspläne einer fast 20 Meter langen Holzbearbeitungsmaschine, der sogenannten MC-15. In rund zweijähriger Arbeit habe er diese Maschine entwickelt, sagt Büchler. Und ja, sie sei sozusagen das Erbstück, das er der Firma hinterlasse. Anhand einer Computeranimation erläutert er, was dieses Teil alles kann. In der Montagehalle läuft derweil der Bau des Prototypen, der nach Fertigstellung nach Frankreich verkauft wird.

Wie fest sich Valentin Büchler in seiner Materie auskennt, zeigt sich auch beim Gang durch die weiteren Firmenräumlichkeiten. Im Eingangsbereich verweist er auf eine Holzkonstruktion, wie sie beim Dach im Säntispark Abtwil anzutreffen ist. «Mit unseren Maschinen wurde dies erbaut», sagt er sichtlich stolz.

Treu und hilfsbereit

Für Geschäftsführer Urs Iseli ist es nicht selbstverständlich, dass ein Mitarbeiter das ganze Leben lang bei der gleichen Firma arbeitet. «Eine solche Treue ist selten geworden.» Zudem unterstreicht er die Hilfsbereitschaft des Neo-Pensionärs.

Heute abend wird Valentin Büchler von der Firma für seinen jahrelangen Einsatz gewürdigt. «Wir lassen ihn nicht gerne ziehen», so Urs Iseli.

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