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SCHÖNENGRUND: Stoss-Schiessen droht Ende Feuer

An der 192. Delegiertenversammlung der Ausserrhoder Kantonalschützen zeigt sich, dass viele Ämter in den Sektionen nicht besetzt sind. Einzelnen Vereinen droht deswegen die Auflösung.
Simon Roth
Präsident Bruno Preisig leitet durch die Delegiertenversammlung mit prominenten Gästen. (Bilder: Simon Roth)

Präsident Bruno Preisig leitet durch die Delegiertenversammlung mit prominenten Gästen. (Bilder: Simon Roth)

Simon Roth

simon.roth@appenzellerzeitung.ch

Der gesellschaftliche Wandel ist unaufhaltsam. Viele Vereine kämpfen mit Nachwuchssorgen. Der Trend macht auch vor Traditionsvereinen nicht Halt. Einige Stühle bleiben an der 192. Delegiertenversammlung des Kantonsschützenvereins Appenzell Ausserrhoden am vergangenen Samstag leer. Einige hoffnungsvolle Nachwuchstalente hätten sich in letzter Minute abgemeldet, sagt Präsident Bruno Preisig. Und auch bei den Auszeichnungen und Ehrungen würden später Stellvertreter die Preise abholen müssen. «Dieser Entwicklung müssen wir Gegensteuer geben», sagt Preisig. «Die Jungen sind die Zukunft unseres Vereins.»

Nichtsdestotrotz sind 84 Stimmberechtigte gekommen, um über die Geschicke ihres Vereins zu bestimmen. Unter den Anwesenden befinden sich Gäste aus Politik und Armee, was Bruno Preisig besonders freut. Ständerat Andrea Caroni ist quasi Stammgast an der Delegiertenversammlung der Schützen, wenn immer der Terminplan es erlaubt. Und auch Nationalrat David Zuberbühler beehrt die Schützen. Unter den Gästen sitzen weiter Florian Hunziker, Präsident des Ausserrhoder Kantonsrats, Hans Brunner, Gemeindepräsident von Schönengrund sowie Brigadier Marco Schmidlin, Kommandant Führungsunterstützungsbrigade 41.

«Ein schöner Grund, nach Schönengrund zu kommen»

Hansruedi Frei, Präsident der Schützengesellschaft Schönengrund-Wald, geht als Vertreter der Gastgebersektion kurz auf die Vereinsgeschichte der örtlichen Schützengesellschaft ein: Zwar sei man ein kleiner Verein mit gut 15 Mitgliedern, dafür blicke man auf eine lange Tradition bis ins Jahr 1834 zurück. Und auch Hans Brunner, Gemeindepräsident von Schönengrund, freut sich darüber, dass der Kantonalschützenverein «einen schönen Grund gefunden hat, um nach Schönengrund zu kommen.»

Die Thematik der Nachfolgefrage sollte sich durch die gesamte Versammlung ziehen. So tritt Peter Rüegg, Interim-Präsident des Stoss-Schützenverbands, ans Mikrofon und beklagt Vakanzen im Vorstand. Sollten diese nicht bald besetzt werden, könne das Stoss-Schiessen 2019 nicht durchgeführt werden. Sogar die Auflösung des Verbands drohe. «Wenn das Stoss-Schiessen stirbt, ist es mit dem Schiessen im Appenzellerland nicht mehr weit her.» Gegen Ende der Versammlung wird sich auch noch der Präsident der Ausserrhoder Schützenveteranen zu Wort melden und um einen Kassier weibeln.

Emotionale Rede für Ex-Vorstandsmitglied

Brigadier Marco Schmidlin wie auch Nationalrat David Zuberbühler nutzen ihre Grussbotschaften, um für politische Anliegen zu werben. Eine starke Luftwaffe für die Armee oder gegen die Verschärfung des Waffenrechts. Kantonsratspräsident Florian Hunziker spricht den Schützen Mut zu und dankt ihnen für ihr Engagement. «Die Gesellschaft braucht Leute, die Verantwortung übernehmen.» Dieser Aufruf hat wohl auch Hubert Ammann darin bestärkt, im Vorstand aktiv zu werden (siehe Zweittext). Der gesundheitsbedingte Rücktritt von Emil Weishaupt machte diesen Posten vakant. Die Delegierten gewähren dem ehemaligen Kassier nach einer emotionalen Rede von Präsident Bruno Preisig die Ehrenmitgliedschaft. Weishaupt habe in den zehn Jahren im Vorstand die Finanzen wieder auf Vordermann gebracht. Mit seiner ruhigen und freundlichen Art habe er immer einen Weg gefunden, Herausforderungen zu lösen. «Für Emil stand immer das Mithelfen an vorderster Stelle», sagt Preisig. Am Rücktritt habe der Vorstand noch heute zu beissen.

Die übrigen Traktanden des Abends gehen diskussionslos über die Bühne und werden einstimmig abgesegnet. Der Vorstand wird wiedergewählt. Heiri Knöpfel aus Schönengrund ist neues Geschäftsprüfungsmitglied. Auch die Jahresrechnung gefällt. Wegen der Neugestaltung des Internetauftritts sei man 8000 Franken mehr im Minus als vorangeschlagen. Es handle sich aber um eine «gute Investition».

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