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SCHNEESPORT: «Es geht um den Spass an der Sache»

Springen wie Simon Ammann, langlaufen wie Dario Cologna und Ski fahren wie Bernhard Russi – in Wildhaus und Alt St. Johann konnten Schulkinder diese Woche den Wintersport kennen lernen.
Angela Hess
Auf den Pisten des Wildhauser Skigebiets war am Mittwoch reger Betrieb. Rund 100 Kinder aus Winterthur waren im Rahmen von «snow for free» unterwegs. (Bild: PD)

Auf den Pisten des Wildhauser Skigebiets war am Mittwoch reger Betrieb. Rund 100 Kinder aus Winterthur waren im Rahmen von «snow for free» unterwegs. (Bild: PD)

Im Kinderland in der Nähe der Wildhauser Talstation lernen diese Woche nicht nur die Skischülerinnen und Skischüler den perfekten Schwung. Auch Skisprunganwärter aus der gesamten Region nutzen die kleine Übungspiste. Swiss Ski hat dort aktuell den «Simon Ammann Jump Parcours» eingerichtet. Auch in Alt St. Johann bieten die Organisatoren diese Woche einen Parcours für Schülerinnen und Schüler an: Auf dem «Dario Cologna Fun Parcours» können die Kinder den Langlaufsport kennen lernen. Schulklassen konnten sich im Vorfeld für die kostenlosen Übungsstunden auf beiden Parcours anmelden und lernen nun diese Woche unter Aufsicht von freiwilligen Betreuern den Umgang mit den Sprung- beziehungsweise Langlaufski.

«Während dieser Woche haben wir täglich mehrere Schulklassen hier bei uns. Die meisten Klassen kommen aus der Region, aber auch Lehrer aus dem Rheintal kommen mit ihren Schülern zu uns», erklärt Lukas Brügger. Für den Ostschweizer Skiverband kümmert er sich um den Skisprungnachwuchs und betreut gemeinsam mit den anderen Helfern die Schulklassen, die den Parcours in Wildhaus besuchen.

Wer sich traut, springt im Flug über die kleine Schanze. (Bild: Angela Hess)

Wer sich traut, springt im Flug über die kleine Schanze. (Bild: Angela Hess)

«Die Grundidee des Parcours’ ist wirklich, dass die Kinder sich spielerisch an das Skispringen herantasten können. Wir möchten ihnen den Sport zeigen und hoffen auch, dass es vielleicht das eine oder andere Kind gibt, das so das Skispringen für sich entdeckt», sagt Lukas Brügger. Die Übungsstunde beginnt jeweils mit reinem Fahren. «Sprungski sind anders als normale Ski. Wir üben deshalb zuerst das Fahren mit dem Sprungski, bevor die Kinder springen.» Nach den ersten Fahrversuchen nehmen die Schüler kleine Hügel ins Visier, bevor sie am Schluss eine kleine Schanze bezwingen. «Die meisten meiner Schüler haben Spass und trauen sich über die kleine Schanze. Nur wenigen ist es nicht ganz geheuer», sagt Niklaus Tarnutzer. Der Lehrer der Primarschule Alt St. Johann hat mit seinen Drittklässlern am Mittwoch den Parcours in Wildhaus und am Donnerstag denjenigen in Alt St. Johann besucht.

Mit Russi auf der Piste

Der ehemalige Skirennfahrer Bernhard Russi begleitete Schulkinder auf die Skipiste. (Bild: Angela Hess)

Der ehemalige Skirennfahrer Bernhard Russi begleitete Schulkinder auf die Skipiste. (Bild: Angela Hess)

Nicht nur im Kinderland war am Mittwoch reger Betrieb, sondern auch auf den Pisten des Wildhauser Skigebiets. Rund 100 Kinder aus Winterthur waren am Nachmittag im Rahmen der Veranstaltung «snow for free» mit Skilehrern unterwegs. Organisiert wird der Anlass seit 13 Jahren durch die Cleven-Stiftung und in Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Skirennfahrer Bernhard Russi. Verteilt über die ganze Schweiz findet «snow for free» an mehreren Orten statt und ist für die Teilnehmer kostenlos. «Wir wollen Kinder aus Städten, wo sie nicht das Privileg haben, in der Nähe von Bergen und Schnee aufzuwachsen, in die Skigebiete bringen», erklärt Bernhard Russi die Motivation für den Anlass, der über die Jahre hinweg rund 25000 Kindern einen Nachmittag im Schnee ermöglicht hat. Er nimmt sich jeweils an einem Mittwochnachmittag Zeit, einen der Durchführungsorte zu besuchen und die Kinder zu begleiten.

Die 3. Klasse aus Alt St. Johann besuchte den Parcours am Mittwoch. (Bild: Angela Hess)

Die 3. Klasse aus Alt St. Johann besuchte den Parcours am Mittwoch. (Bild: Angela Hess)

«Nach Wildhaus kommen wir mit den Kindern schon seit vielen Jahren. Das Skigebiet ist ideal, weil es für alle Niveaus perfekte Hänge hat», sagt Russi. Auch den Winterthurer Kindern gefällt es in Wildhaus: «In den Sportferien bin ich immer eine Woche in Wildhaus. Aber so mit anderen Kindern, die ich kenne, macht es noch mehr Spass», meint beispielsweise der neunjährige Chaim. Für die Organisatoren ist es am Ende unwichtig, ob die Kinder Ski oder Snowboard fahren oder überhaupt eine Schneesportart beherrschen: «Wir haben auch eine Gruppe für Anfänger. Schlussendlich geht es darum, dass die Kinder an die frische Luft kommen und Spass an der Sache haben», sagt Russi.

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