«Schnee macht mein Herz glücklich»

Der ideale Arbeitstag im Winter beginnt für mich mit Schneeschaufeln vor dem Geschäft. Dann weiss ich, jetzt kommen die Kunden, weil sie Mützen und Handschuhe brauchen. Schnee macht mich glücklich und wenn ich so eingestellt bin, stecke ich auch meine Mitarbeiter an.

Aufgezeichnet von Mirjam Bächtold
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Freddy Metzger führt in zweiter Generation ein Sportgeschäft. (Bild: Mirjam Bächtold)

Freddy Metzger führt in zweiter Generation ein Sportgeschäft. (Bild: Mirjam Bächtold)

Der ideale Arbeitstag im Winter beginnt für mich mit Schneeschaufeln vor dem Geschäft. Dann weiss ich, jetzt kommen die Kunden, weil sie Mützen und Handschuhe brauchen. Schnee macht mich glücklich und wenn ich so eingestellt bin, stecke ich auch meine Mitarbeiter an. Beim Führen sehe ich mich nicht als Chef, sondern als Coach. Meine Mitarbeiter sind meine Mannschaft.

Unsere wichtigsten Kunden sind in dieser Jahreszeit Familien mit Kindern. Ich lege grossen Wert darauf, mit den Kindern auf Augenhöhe zu kommunizieren. Wir merken uns die Namen der Kinder und haben für sie eine Spielecke mit Sirupbrunnen eingerichtet. Wenn man die Kinder für sich gewinnt, überreden sie die Eltern zum Kauf. Wir führen für unsere Kundinnen und Kunden auch verschiedene Anlässe durch, zum Beispiel einen Lawinenkurs oder Langlauf- und Skitouren-Kurse. Meine Mitarbeiter machen selbst sehr viel Sport und dürfen das Mietmaterial selbst verwenden. So sind sie beim Beraten glaubwürdiger. Bei den Beratungen ist mir die Bedürfnisabklärung sehr wichtig. Ich stelle dem Kunden viele Fragen und höre zu, bevor ich ihm etwas empfehle.

Der Trend im Wintersport ist momentan der Tourenski. Viele Sportler möchten die Pisten verlassen, weil diese überladen sind. Auch der Langlaufsport hat an Bedeutung gewonnen. Wir verkaufen vermehrt Skating- aber auch klassische Ausrüstungen.

In den letzten Monaten musste ich meine Preise immer wieder senken und dem Euro anpassen. Mit den Möglichkeiten von Online-Shopping und Einkaufen in Deutschland ist es nicht einfach in unserer Branche. Trotzdem würde ich keinen anderen Job lieber machen. Ich lebe den Sport.

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