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Schluss mit Schützenknatsch:
Höhere Obrigkeit gibt Rechtslage vor

Tröpfchenweise wird bekannt, wie im Innerrhoder Bezirk Schlatt-Haslen die Einigung zwischen Bezirksrat und Schützen aussieht. Konkrete Zahlen will man weiterhin erst im November offenlegen.
Roger Fuchs
Der Schützenstand im Bezirk Schlatt-Haslen. Bild: PD

Der Schützenstand im Bezirk Schlatt-Haslen. Bild: PD

Bezirksrat und Schützen von Schlatt-Haslen wollen nach vorne schauen und die Zeiten, in denen man sich in den Haaren lag, vergessen machen. Und so wird nun Gemeinsamkeit demonstriert, auch bei der Kommunikation. Man habe sich geeinigt, hiess es bereits vor einigen Tagen. Geeinigt, nachdem an der Bezirksgemeinde 2017 ein Antrag gutgeheissen wurde, den Schützen nur noch maximal zehn Prozent der Gesamtaufwendungen zu vergüten.

Inzwischen liegt in Schlatt-Haslen ein Schreiben vom eidgenössischen Departement für Verteidigung Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) vor. Daraus geht hervor, dass in übergeordnetem Gesetz geregelt ist, was der Bezirk den Schützen zu zahlen hat. Gemäss Militärgesetz muss eine Gemeinde dem Schiessverein für all seine Schiesstätigkeiten eine Anlage zur Verfügung stellen, und dies unentgeltlich. Des weiteren heisst es in der Schiessanlageverordnung, dass Gemeinden, die keine eigene Schiessanlage betreiben, sich in der der von der kantonalen Militärbehörde zugewiesenen Schiessanlage anteilsmässig einkaufen müssen und Beiträge an Unterhalt und Erneuerung zu leisten haben.

Aufgrund dieser übergeordneten Gesetzeslage haben sich Bezirk und Schützen nun auf einen Betrag bis 2025 geeinigt. Was dies in Zahlen heisst, soll an der Bezirksversammlung vom 22. November gesagt werden. Man habe den Mittelwert der vergangenen Jahre genommen, hält der für das Ressort Schützen zuständige Bezirksrat Albert Sutter zum aktuellen Zeitpunkt fest. Die Fronstunden der Schützen seien im Betrag nicht enthalten, wie auch Schützenvertreter Anton Signer ergänzend unterstreicht.

Der nun eingeschlagene Weg des Miteinanders soll sich überdies in ein bis zwei gemeinsamen Sitzungen pro Jahr für die mittelfristige Planung niederschlagen.

Auslöser des Knatschs im 2017

Rückblick: Die Bezirksgemeinde 2017, welche auf Antrag eines Bürgers die finanziellen Aufwendungen an die Schützen reduzieren wollte, hatte eine Stimmrechtsbeschwerde der Bezirksschützen zur Folge. Begründet wurde diese unter anderem damit, dass vor der Abstimmung mit falschen Zahlen operiert worden sei. Die Schützen blitzten sowohl bei der Standeskommission als auch vor Kantonsgericht ab. Die Beschwerde ans Bundesgericht wurde nun angesichts der Einigung zurückgezogen und man kann ohne Altlasten in die Zukunft gehen, wie es bei den Schützen und dem Bezirksrat heisst.

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