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Schluss mit Parkschäden - dank Schutzmatten aus dem Appenzellerland

«Happy Parking» – so heisst die Firma von Claudio Wick. Der findige Unternehmer entwickelt, produziert und montiert neuartige Parkschutzmatten – und will nun mit seiner Idee durchstarten.
Michael Ulmann
Claudio Wick in seiner Produktionswerkstatt in Stein mit einigen seiner Parkschutzmatten-Prototypen. Bild: Michael Ulmann

Claudio Wick in seiner Produktionswerkstatt in Stein mit einigen seiner Parkschutzmatten-Prototypen. Bild: Michael Ulmann

Viele kennen das Problem. Man fährt mit dem Auto in die Parkgarage und der letzte freie Parkplatz ist der engste. Weil man nicht warten will bis ein anderer, sprich breiterer Parkplatz frei wird, zirkelt man unter Schweissausbrüchen sein Auto in die viel zu enge Parklücke, als würde man mit einem LKW auf einem Smartparkplatz parkieren. Es geschieht, was geschehen muss: Auto und Säule «küssen» sich und am Auto klafft ein Kratzer, dessen Reparatur meistens nicht ganz billig ist. Die Idee von Claudio Wick soll hier Abhilfe schaffen. Der 43-Jährige hat eine Parksäulenschutzmatte aus Spezialschaumstoff mit einem PVC-Gewebe entwickelt, die an der Parksäule befestigt werden kann und so nicht nur Autos vor Kratzern schützt, sondern auch die Infrastruktur, sprich die Parksäule.

Die Frage ist jedoch berechtigt: Braucht es ein solches Produkt überhaupt? Klar, sagt Wick und ergänzt: «Laufen Sie einmal durch ein Parkhaus. Da sieht man praktisch an jeder Säule Spuren von Beschädigungen. Zudem werden die Autos immer breiter, was das Problem nicht unbedingt kleiner macht. Deshalb glaube ich, dass meine Idee, insbesondere für Parkhausbetreiber, durchaus ein Bedürfnis ist». Seine Schutzmatten würden nicht nur Beschädigungen an Fahrzeugen und Infrastruktur verhindern, sondern auch Sicherheit sowie eine angenehme, farbige Atmosphäre vermitteln, nur geringe Unterhaltskosten auslösen und zudem könnten die Matten schnell und unkompliziert montiert und abmontiert werden. Was seine Matten aber wirklich zu einer Weltneuheit machen würden, sei die Möglichkeit, sie als fixe oder temporäre Werbeträger einzusetzen und das PVC-Gewebe entsprechend zu bedrucken, betont Wick. «Das habe ich bisher noch nirgends gesehen.» Auf die Idee sei er durch seine Haupttätigkeit als Anbieter von Grossflächen- und Digitaldruckprodukten gekommen. Er gibt aber zu: «Natürlich habe ich auch schon mal selbst eine Parksäule mit meinem Auto ‹geküsst›. Das erste Mal kurz nach bestandener Fahrprüfung. Da hab ich mich dann schon ziemlich geärgert.»

Schutzmatten von «Happy Parking» im Parkhaus Oberer Graben in St.Gallen. Bild: ULM

Schutzmatten von «Happy Parking» im Parkhaus Oberer Graben in St.Gallen. Bild: ULM

Die Firma «Happy Parking» hat Wick vor eineinhalb Jahren gegründet. «Bisher war die Schutzmatte noch nicht ganz ausgereift. Das ist jetzt aber der Fall und deshalb möchte ich nun mit meiner Idee auf den Markt kommen.» Einen ersten grösseren Auftrag hat der Unternehmer schon an Land gezogen: Vor einigen Monaten konnte er das Parkhaus Oberer Graben in St. Gallen mit 60 Matten ausstatten. Weitere Parkgaragen sollen folgen. Sein Büro hat Wick bei sich zu Hause in Stein, die Produktion der Matten erfolgt in einer Werkstatt rund einen Kilometer entfernt etwas ausserhalb des Dorfkerns. Und wer weiss, dank seiner Idee erspart sich, so manch Autofahrer vielleicht schon bald viel Ärger, Zeit und Geld.

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