Schläger angeheuert: Bauer muss vor Gericht

REHETOBEL. Die drei Schläger, die in Rehetobel maskiert einen wehrlosen Bauern brutal zusammengeschlagen hatten, sind verurteilt. Mehr als vier Jahre nach der Tat hat die Ausserrhoder Staatsanwaltschaft nun auch gegen den mutmasslichen Auftraggeber und zwei Mittelsmänner Anklage erhoben.

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Michael Friedli, Sprecher der Ausserrhoder Staatsanwaltschaft, bestätigte einen Beitrag des Regionaljournals Ostschweiz vom Donnerstag. Die Anklage laute auf Anstiftung zum Angriff, qualifizierte einfache Körperverletzung und Hausfriedensbruch.

Neid als Motiv
Im Juni 2010 hatten drei maskierte Schläger im Auftrag eines neidischen Nachbarn - auch er ist Landwirt - einen wehrlosen Bauern in dessen Stall brutal zusammengeschlagen. Zwei Angreifer traktierten ihn mit Fäusten, Tritten und einem Holzstock mit Eisenstück, ein dritter stand Schmiere. Der 34-jährige Bauer erlitt eine leichte Hirnerschütterung, mehrere Frakturen und Riss-Quetsch-Wunden an Kopf, Rumpf und Händen, einen Nasenbeinbruch und einen Bruch des Mittelhandknochens. Er lag auf der Intensivstation und musste mehrmals operiert werden.

Strafen verschärft
Das Ausserrhoder Obergericht sprach die drei Männer 2012 des Angriffs und der qualifizierten einfachen Körperverletzung schuldig. Es verschärfte die Strafen des Kantonsgerichts zum Teil massiv: Der Haupttäter erhielt eine Freiheitsstrafe von vier Jahren, der Mittäter eine teilbedingte Strafe von 36 Monaten, und der Mann, der Schmiere stand, bekam eine bedingte Strafe von 18 Monaten auferlegt. Zwei der Verurteilten zogen das Urteil weiter ans Bundesgericht. Dieses wies die Beschwerde der Männer im Juni 2014 ab. (sda)