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Schiessstand für Ausserrhoder Kantonalschützenfest abgeschossen

Die Schiessanlage Reute steht für das Ausserrhoder Kantonalschützenfest im Juni trotz Bewilligung nicht zur Verfügung. Obwohl die Feldschützen Reute zu einer Kompensation der zusätzlichen Schiesszeit bereit waren, konnte mit Anwohnern keine Einigung erzielt werden. 800 Schützen müssen ihr Programm anderswo schiessen, das stellt die Organisatoren vor Probleme.
Mea McGhee
Der Schiessstand Reute kann am Ausserrhoder Kantonalschützenfest im Juni trotz Bewilligung nicht genutzt werden. (Bild: PD)

Der Schiessstand Reute kann am Ausserrhoder Kantonalschützenfest im Juni trotz Bewilligung nicht genutzt werden. (Bild: PD)

Rund 800 Schützinnen und Schützen aus 56 Vereinen hätten im Juni im Schiessstand Reute ihr Programm für das 12. Appenzell Ausserrhodische Schützenfest 2019 absolvieren sollen. Dass daraus nun nichts wird, hat eine längere Vorgeschichte.

Geplant waren 100 zusätzliche Stunden

Der Gemeinderat Reute hatte der Feldschützengesellschaft Reute die Bewilligung für das Schiessen anlässlich des Kantonalschützenfestes erteilt. Vorgesehen war eine zusätzliche Schiesszeit von 100 Stunden an drei Festwochenenden. Verknüpft mit der Bewilligung war die Auflage, die durch das Kantonale zusätzlich entstehende Schiesszeit innert drei Jahren zu kompensieren. Dies, um den Anwohnern entgegenzukommen. Diese Auflage hätte für den Schützenverein grosse Einschränkungen mit sich gebracht. Dazu waren die Schützen nicht bereit. Sie fochten die Regelung gerichtlich an. Aktuell steht das Urteil des Bundesgerichts aus. Auf den Entscheid, die Infrastruktur in Reute nicht für das Kantonalschützenfest 2019 zu nutzen, hat das Urteil keinen Einfluss.

Runder Tisch einberufen

Um zeitnah eine aussergerichtliche Lösung im Hinblick auf das Kantonalschützenfest zu finden, wurden unter Mediation des Ausserrhoder Kreiskommandanten Florian Hunziker Gespräche zwischen Gemeinderat, Schützenverein und Nachbarn der Schiessanlage geführt. Lange habe es danach ausgesehen, dass man sich einigen könne, so Hunziker. Letztlich seien die Parteien aber nicht zu Kompromissen bereit gewesen. Nachdem statt an drei, nur an zwei Wochenenden in Reute hätte geschossen werden sollen, ging es konkret um 64,5 Stunden zusätzliche Schiesszeit. Die Feldschützen Reute waren bereit, die Auflagen der Kompensation vollumfänglich zu erfüllen. Dennoch konnte mit einem Teil der Nachbarn der Schiessanlage kein Konsens erreicht werden. Somit wurde an einer Besprechung entschieden, dass die Verhandlungen eingestellt werden und die Schiessanlage in Reute für die Durchführung des Kantonalschützenfestes nicht zur Verfügung steht.

Reserven reichen nicht aus

Hansueli Reutegger, OK-Präsident Ausserrhoder Kantonalschützenfest. (Bild: PD)

Hansueli Reutegger, OK-Präsident Ausserrhoder Kantonalschützenfest. (Bild: PD)

Der Wegfall der Infrastruktur in Reute stellt die Organisatoren des Kantonalschützenfestes vor Herausforderungen. Die Scheibenplanung müsse angepasst werden, so OK-Präsident Hansueli Reutegger. Ziel der Organisatoren sei es gewesen, das Kantonalschützenfest mit Unterstützung der Ausserrhoder Schützenvereine innerhalb des Kantons durchzuführen. Das sei nun wahrscheinlich nicht möglich, obwohl auf den anderen Anlagen Reservetage eingeplant seien. An diesen Daten könnte ein Teil des in Reute vorgesehenen Programms geschossen werden, ausreichend seien diese Reserven aber nicht.

Es drohen Abmeldungen

In zwei Wochen möchten die Organisatoren einen Ersatz für die Schiessanlage Reute präsentieren. «Die Gespräche laufen auf Hochtouren», sagt Hansueli Reutegger. Man sei bestrebt, die Schiesszeit der betroffenen rund 800 Schützen nicht zu verändern, ansonsten drohten Abmeldungen. Erschwerend komme hinzu, dass dank der grossen Nachfrage – rund 6000 Schützen aus 450 Vereinen sind bereits angemeldet – ein Teil der Reserveschiesszeiten bereits geöffnet worden ist. Hansueli Reutegger bedauert den Rückzug der Schiessanlage Reute. Die Feldschützen Reute seien ein innovativer Verein, der bekannt sei für seine Gastfreundlichkeit.

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