Schiessen, treffen, siegen

Am Wochenende wurde in Speicher das 82. Vögelinseggschiessen durchgeführt. In diesem Jahr konkurrierten einige Schützen mehr um die begehrten Plätze. Werner Wiederkehr wurde Meisterschütze.

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Beim Vögelinseggschiessen wird der Schlacht von 1403 gedacht. (Bild: pd)

Beim Vögelinseggschiessen wird der Schlacht von 1403 gedacht. (Bild: pd)

SCHIESSEN. Zum 82. Mal fand am vergangen Wochenende das Vögelinseggschiessen in Speicher statt. Mit diesem Schiessen erinnern sich die Schützen an die Schlacht bei Vögelinsegg von 1403. Was damals ein blutiger Kampf um die Freiheit war, ist heute ein friedlicher Wettkampf um Punkte und begehrte Auszeichnungen. Und was wäre das Vögelinseggschiessen, ohne anschliessend den berühmten Spatz zu geniessen? Das wissen auch die Ehrengäste – dieses Jahr mit Regierungsrat Paul Signer an der Spitze.

Mehr Schützen als im Vorjahr

Mit 447 Schützinnen und Schützen auf die Distanz 300 Meter war die Beteiligung um 15 Schützen besser als im vorigen Jahr. Und dies obwohl wegen des Innerrhoder Kantonalschützenfestes eine ganze Sektion fehlte. Auch auf die Kurzdistanz 50 Meter war die Beteiligung mit 100 Schützen um sechs Schützen besser. Beide Distanzen schossen 49 Schützen, auch hier eine Steigerung von plus drei. Das Maximum von 60 Punkten auf die B5-Scheibe wurde trotz meist idealen Wetterbedingungen nur von Werner Wiederkehr, Schützenverein Wilen-Rickenbach, erreicht. Für dieses Resultat und bester Sturmgewehrschütze darf er die vom VBS gestiftete Bundesgabe, ein Sturmgewehr 90, in Empfang nehmen. Ebenfalls darf er sich Meisterschütze 2016 nennen.

Fünf Schützen wiesen nur einen Verlustpunkt auf. Darunter mit dem Karabiner Erwin Brugger, Wittenbach Schützengesellschaft. Da er die zweite Bundesgabe bereits vor zehn Jahren erhalten hat, durfte Antonio Zeiter, Heiden Feldschützen, für seine sehr guten 57 Punkte den ebenfalls vom VBS gestifteten Karabiner in Empfang nehmen. Die dritte Bundesgabe, eine Pistole 49, ging an Christoph Frei, Ober-Niederbüren Pistolenschützen, für seine 113 von möglichen 120 Punkten auf die 50 Meter Distanz. Nebst Meisterschütze Pistole 2016 darf er sich auch Kombinationssieger 300/50 m 2016 nennen. Diese Wertung gewinnt er mit einem grossen Vorsprung von sechs Punkten auf den Zweitplazierten.

Wanduhr für Heidler

Bei den Sektionen siegte die Schützengesellschaft Wittenbach mit einem Durchschnitt von 52.727 Punkten. Die Feldschützen Heiden belegen vor dem Schützenverein Eggersriet Grub den zweiten Platz. Heiden durfte die geschnitzte Wanduhr, – diese kann nur einmal gewonnen werden – in Empfang nehmen. Die Schützengesellschaft Rehetobel darf die Standarte – auch diese kann nur einmal gewonnen werden – für ein Jahr in Obhut nehmen. Bei den Jungschützengruppen sind die Nachwuchsschützen Heiden vor den «Schwellbrönnler» FSG Schwellbrunn und «Sägler» Herisau Säge rangiert. Die Gruppenrangliste 50 m wird von den Stadtschützen Wil angeführt vor Ober-Niederbüren und Pistolenschützen Arbon. Wiederum durften sich 20 Schützen für ihre Treue und gute Resultate die Spezialauszeichnungen abholen. (pd)