Schelte für Regierung

Grossratspräsidentin Vreni Kölbener hinterfragte in ihrer Eröffnungsrede die Aufgaben-Verzichtsplanung.

Roger Fuchs
Drucken
Teilen
Vreni Kölbener hat genug vom Jammern auf hohem Niveau.

Vreni Kölbener hat genug vom Jammern auf hohem Niveau.

appenzell. Für die Parlamentspräsidentin oder den -präsidenten gibt es stets nur eine Möglichkeit, sich zu anstehenden Sessionsgeschäften zu äussern: die Eröffnungsrede. Grossratspräsidentin Vreni Kölbener hatte gestern klar und deutlich davon Gebrauch gemacht und dazu aufgerufen, aufgrund des guten Staatsergebnisses 2010 die Aufgaben-Verzichtsplanung zu hinterfragen. Auch seien fast eine halbe Million budgetierte Personalkosten nicht ausgeschöpft worden. «Die Standeskommission hat somit die entsprechenden Vorgaben des Grossen Rates nicht umgesetzt», hielt Kölbener fest. Aus dem jüngsten Unternehmensspiegel der FHS St. Gallen zitierend, verwies die Grossratspräsidentin auf langjährige und engagierte Mitarbeitende als wesentlichen Erfolgsfaktor. «Hier sehe ich Handlungsbedarf in unserem Kanton.» Wenn Arbeitsbelastung und Lohn über längere Zeit nicht stimmten, würden sich verdiente Mitarbeitende um andere Stellen bemühen.

Dass an den Budgetdebatten jeweils der Zeigefinger gehoben wird, bezeichnete Vreni Kölbener als Jammern auf hohem Niveau, das je länger je mehr an Glaubwürdigkeit verlöre.

Aktuelle Nachrichten