Schattentheater für Kinder

Die alte Stuhlfabrik in Herisau lädt zum dritten Mal zu einem Weihnachtstheater für Familien ein. Das diesjährige Stück erzählt die Geschichte eines kleinen Hirten.

Livia Landolt
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Das Ensemble der Theateraufführung «De chli Hirt ond de gross Räuber» in der ALTEN Stuhlfabrik in Herisau. Bild: Livia Landolt

Das Ensemble der Theateraufführung «De chli Hirt ond de gross Räuber» in der ALTEN Stuhlfabrik in Herisau. Bild: Livia Landolt

Am 15. Dezember feiert das Familientheaterstück «De chli Hirt ond de gross Räuber» von Philipp Langenegger und seinem Ensemble Premiere. Die Aufführung findet in der alten Stuhlfabrik statt. Das Stück erzählt die Weihnachtsgeschichte aus den Augen eines kleinen Hirten, der es mit einem Räuber zu tun bekommt. «Das ist das erste Mal, dass wir die Weihnachtsgeschichte als Stück ausgewählt haben. Sonst waren es bewusst immer Märchen, die nicht so bekannt sind und denen ich dann einfach weihnachtliche Elemente beigefügt habe», schildert Angelique Kellenberger, Leiterin des «Goffe­theaters».

Die Darstellung der Aufführung sei etwas Besonderes, da die Schauspielerei mit Schattentheater-Elementen verbunden werde. «Wir besitzen keine ausgefallenen Kostüme, da wir nicht die Mittel eines Stadttheaters haben. Deshalb können wir zauberhafte Märchenelemente nicht darstellen. In Deutschland bin ich dann auf diese Form des Theaters aufmerksam geworden und war begeistert», sagt Kellenberger.

Faszinierend und pädagogisch wertvoll

Ein Schattentheater besitze den Vorteil, dass man aufwendige Elemente trotzdem veranschaulichen könne. Zudem würde es auch ästhetisch wirken. «Wir haben es ausprobiert und es hat super geklappt», meint Kellenberger. Zum dritten Mal wird in der alten Stuhlfabrik ein Theater in dieser Form aufgeführt. Das Zusammenspiel würde von Mal zu Mal besser funktionieren.

Auch die Kinder seien fasziniert. Die müsse man gleich von Anfang an mit der Handlung «packen», weil Kinder mit ihren Rückmeldungen immer sehr ehrlich seien. «Der Vorteil an unserem Theater ist, dass wir im kleineren Rahmen spielen und die Kinder so sehr nahe am Geschehen sein können», schildert Kellenberger. Auch die Eltern geben zu dem Theater in dieser Form positive Feedbacks und würden es als pädagogisch wertvoll erachten.

Der wahre Sinn von Weihnachten

Die Aufführung ist so gegliedert, dass die Schauspielparts der mitwirkenden Kinder von der Mundart-Erzählung von Philipp Langenegger, der Präsident der alten Stuhlfabrik und erfolgreicher Schauspieler und Komödiant, begleitet werden. Das Ganze wird von der Hackbrettmusik des erst elfjährigen Devin begleitet, der bereits zum dritten Mal zum Ensemble dazugehört. Doch diese Geschichte wird nicht einfach nur so zum Spass aufgeführt. «Die Kinder sollen überlegen, ob Weihnachten nicht vielleicht doch etwas Anderes bedeutet als Geschenke», berichtet Kellenberger.

Hinweis: Die Vorstellungen finden am 15./16./22. und 23. Dezember um 15 Uhr und am 17. Dezember um 17 Uhr statt. Die Dauer beträgt eine Stunde, eine Reservierung wird empfohlen.