Schätzen, naschen und raten

Der Reitverein Alttoggenburg und Umgebung lud am vergangenen Sonntag in Mosnang zum alljährlichen Patrouillenritt ein. 25 Reiterpaare, insgesamt 52 Pferde und Ponies waren im und ums Dorf unterwegs.

Karin Forrer
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Tamara und Corinne Koller aus Bütschwil beim Spiralen-CD-Twist. (Bild: pd)

Tamara und Corinne Koller aus Bütschwil beim Spiralen-CD-Twist. (Bild: pd)

Der Reitverein Alttoggenburg und Umgebung lud am vergangenen Sonntag in Mosnang zum alljährlichen Patrouillenritt ein.

25 Reiterpaare, insgesamt 52 Pferde und Ponies waren im und ums Dorf unterwegs. Dieses Jahr wurde Start und Ziel beim Stall Schönenberger, Mosnang, ausgeschrieben, da er auch von der Familie Schönenberger organisiert wurde. Ziel eines Patrouillenritts ist, das Vertrauen zwischen Mensch und Pferd sowie auch zwischen den Equipenpartnern zu testen und auch die Geselligkeit zu pflegen. Bei insgesamt neun Postenaufgaben, verteilt im Dorf über Dottingen, Aufeld, Bodenwald, Haggen und Bild haben sich die Reiter gemessen und auch öfters die Lachmuskeln trainiert.

Gut gelaunt nahmen sie die Strecke unter die Hufe. Nach einem kniffligen Fragebogen über Pferdesport und Pferdeverhalten ging es weiter zum Gewichtschätzen. Wie schwer ist die ganze Equipe samt Ausrüstung und Reiter? Ein Reiterpaar verschätzte sich um nur gerade sechs Kilogramm. Weitere Aufgaben waren, Gummibärli gegenseitig vom Pferd aus von einem Badmintonschläger zu naschen, Klötzlipuzzle zusammenzusetzen und das Klötzespiel der Wikinger nachzuahmen. Im Bodenwald wurden Kenntnisse über Holzarten gefragt. Beim Fröschlispiel wurden gute Nerven und gute Strategien gefordert. In einer Spirale eine CD von einem Reiter zum anderen und wieder zurück zu bringen, war für einige eine sehr schwere Aufgabe. Zu guter Letzt wurden die Pferde geschont und die Reiter mussten sich in einer Schubkarre durch einen Hindernisparcours manövrieren und Bälle auf den Kegeln plazieren, der andere wieder abräumen. Da die Postenhelfer Schnäpse verteilt hatten, waren die meisten Reiter bei der Rückkehr noch besser gelaunt als beim Start. Selbst Reiter, welche in bevorzugten Reitgebieten wie dem Fürstenland und Thurgau leben, genossen die Toggenburger «Höhenluft» und die meist freie Sicht auf Säntis und Churfirsten. Nach diesen Aktivitäten an der frischen Luft war der Hunger und Gesprächsstoff beim abschliessenden Fondueplausch gross. Ein Dank gilt der Bevölkerung fürs Verständnis für unseren Anlass. Als Nächstes wird der Reitverein Alttoggenburg und Umgebung am 15. November einen Plauschtag in der Reithalle beim Soor, Bütschwil, durchführen. Dabei wird die Geschicklichkeit der Reiter und ihrer Pferde und Ponies geprüft. Eine gepflegte Festwirtschaft sorgt für das leibliche Wohl.