Schäden nach heftigem Gewitter

EBNAT-KAPPEL. Ein heftiges Gewitter liess am Mittwochnachmittag den Girlenbach und den Buechenbach anschwellen. Schwemmholz verstopfte die Durchlässe, die Feuerwehr Ebnat-Kappel stand dreieinhalb Stunden im Einsatz. Auch die Feuerwehren Nesslau-Krummenau und Neckertal mussten ausrücken.

Sabine Schmid
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See statt Wiese: Weil der Abfluss verstopft war, staute sich das Wasser vom Girlenbach.

See statt Wiese: Weil der Abfluss verstopft war, staute sich das Wasser vom Girlenbach.

Die angekündigten Regenschauer am Mittwoch hatten es in sich: In Ebnat-Kappel traten am Nachmittag zwei Bäche über die Ufer und überfluteten Wiesen und Keller. Auch in Ennetbühl, in Wald und Schönengrund floss Regenwasser in Keller und musste von den Feuerwehren abgepumpt werden.

Zwei Einsätze gleichzeitig

Die grösste Arbeit hatte aber die Feuerwehr Ebnat-Kappel. Der Girlenbach – normalerweise ein kleines Rinnsal – verwandelte sich mit dem heftigen Regen in ein reissendes Bächlein. Mitgerissene Äste verstopften Durchlässe, so dass sich das Wasser seinen Weg über das Ufer hinaus durch Wiesen und Gärten im Rohrgartenquartier bahnte. «Dabei ist das schmutzige Wasser auch in zwei Keller geflossen», stellte Einsatzleiter Marcel Egli fest. Unter seiner Führung pumpten 20 Feuerwehrleute das Wasser ab und schützten die Häuser durch Sandsäcke vor weiteren Wassereinbrüchen. Unterstützt wurden sie durch Helfer, die spontan mit Traktoren, einem Kleinbagger und einem Mistkran halfen, das verkeilte Holz aus dem Bachlauf zu holen.

Kaum hatte die Feuerwehr die Lage im Rohrgartenquartier unter Kontrolle, wurde sie ins benachbarte Almenquartier gerufen. «Dort zeigte sich uns fast dasselbe Bild. Äste und Geschiebe haben die Durchlässe des Buechenbachs verstopft, dessen Wasser Gärten, Wiesen und einen Keller überflutete», sagt Marcel Egli. Besonders gefährdet sei ein Kaninchenstall gewesen. Dieser wurde unterspült und drohte umzukippen. Der Feuerwehr gelang es, diesen notdürftig zu unterbauen und zu sichern.

Ursache schnell behoben

Die Ursache der Überflutungen durch den Girlen- und den Buechenbach war schnell behoben. «Sobald wir die Gerinne von dem mitgeschwemmten Holz befreit hatten, konnte das Wasser in seinem normalen Lauf fliessen», erklärt Marcel Egli. Die Feuerwehr habe dann das Wasser aus den überfluteten Kellern abgepumpt und nach rund dreieinhalb Stunden den Einsatz beendet. Am Abend hat die Feuerwehr die beiden Bäche noch einmal überprüft und festgestellt, dass sie wieder normal fliessen. Die weiteren Regengüsse am Mittwoch haben keine weiteren Probleme verursacht. Über die Höhe des entstandenen Sachschadens konnte der Vizekommandant der Feuerwehr keine Angaben machen. Diesen zu ermitteln sei Sache der Hausbesitzer und der Versicherungen, sagte Marcel Egli.

Weitere Keller überflutet

In der Nacht mussten zwei weitere Toggenburger Feuerwehren wegen überfluteten Kellern ausrücken. Die Feuerwehr Neckertal musste je einen Keller in Wald und in Schönengrund auspumpen. In Ennetbühl floss Regenwasser über eine Wiese in mehrere Keller im Postwies-Quartier.

Der Girlenbach brachte viel Holz mit sich, was die Durchlässe verstopfte. Darum trat der Bach über das Ufer.

Der Girlenbach brachte viel Holz mit sich, was die Durchlässe verstopfte. Darum trat der Bach über das Ufer.

Der Buechenbach trat ebenfalls über das Ufer und unterspülte unter anderem einen Kaninchenstall.

Der Buechenbach trat ebenfalls über das Ufer und unterspülte unter anderem einen Kaninchenstall.

Weg durch die Wiese: Das Wasser bahnte sich seinen Weg durch die Wiese und floss in Keller. (Bilder: Barbara Anderegg)

Weg durch die Wiese: Das Wasser bahnte sich seinen Weg durch die Wiese und floss in Keller. (Bilder: Barbara Anderegg)

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