Schade für Herisau, gut für den Kanton

Paul Signer leistet in Herisau als Gemeindepräsident eine sehr kompetente und schnörkellose Arbeit. Das wird von den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern durch gute Wahlergebnisse immer wieder honoriert.

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Paul Signer leistet in Herisau als Gemeindepräsident eine sehr kompetente und schnörkellose Arbeit. Das wird von den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern durch gute Wahlergebnisse immer wieder honoriert.

So wurde Paul Signer problemlos in den Kantonsrat gewählt, was in Herisau aufgrund der grossen Konkurrenz schwieriger ist als in anderen Ausserrhoder Gemeinden. Wir sind überzeugt, dass die Herisauer «ihren» Gemeindepräsidenten nicht gerne an den Kanton abgeben.

Es ist aber klar, dass Paul Signer durch seine breite Ausbildung, seine berufliche und politische Erfahrung und durch sein Augenmass für das politisch Machbare ein sehr guter Kandidat für das Amt als Regierungsrat ist. Aus diesen Gründen geben wir Paul Signer unsere Stimmen als Regierungsrat – auch wenn Herisau damit einen guten Gemeindepräsidenten verliert.

Heidy und Georges Heller

Alpsteinstrasse 28, 9100 Herisau

Lebensqualität für Familien behalten

Dass Rauchen stark gesundheitsschädlich ist und Raucher wie Passivraucher in gleich hohem Masse gefährdet sind, ist bekannt. Warum also sollten wir den Wunsch haben, uns wieder in den krebserregenden Qualm von Raucherbeizen zu setzen? Warum uns in den Landbeizen wieder verrauchen lassen, jetzt, wo wir doch die Gaumenfreuden in sauberer Luft geniessen können? Wer rauchen will, kann rauchen. Im Raucherraum oder draussen. Selbst unter den Rauchern ist dies heute weitestgehend akzeptiert. Und wer arbeitet gerne im Rauch? Freiwillig? Wozu also wieder gesundheitsgefährdende Raucherhöhlen zulassen? Wir kennen niemanden, der freiwillig zu weniger Lebensqualität zurückkehrt. Deshalb Nein zur Initiative und Ja zur Lebensqualität, die wir jetzt haben.

Jürg Kellenberger

Luchten 92, 9427 Wolfhalden

Kein Zurück zu Raucherbeizen

Die Gesundheitsschäden, die das Rauchen verursacht, sind hinreichend bekannt – sie sind auf jeder Zigarettenpackung zu lesen. Das Passivrauchen mit der Inhalation von ungefiltertem sogenanntem Seitenstromrauch ist aber zumindest ebenso schädlich. Dass die Ausserrhoder Wirte nun ihre Angestellten wieder diesem Risiko aussetzen wollen, ist unverständlich und ärgerlich. Die 2007 von uns Ausserrhodern mit grossem Mehr beschlossene Lösung hat sich gerade in unseren kleinen und schwer zu belüftenden Appenzeller Beizen sehr bewährt. Diese bewährte Regelung der Zwängerei der Wirte zu opfern, wäre unverständlich.

Otto Schoch

Bergstrasse 16, 9100 Herisau

Freiheit oder rauchfrei?

Bei der Volksinitiative «Für gleich lange Spiesse beim Nichtraucherschutz» geht es um wenig und gleichzeitig um viel. Um wenig geht es, weil sie den Nichtraucherschutz nicht grundsätzlich in Frage stellt. 85 % der Gastrobetriebe bleiben rauchfrei. Bei gut zwei Dutzend Betrieben werden sich die Wirte überlegen, ob überhaupt und in welchem Ausmass sie Rauchen zulassen wollen.

Um viel geht es, weil wir Kleinstbetrieben, die in der Regel keine Angestellten haben, eine gewisse Freiheit zugestehen können. Und um viel geht es, weil wir in unserer verbots- und regelungsfreudigen Gesellschaft die Handels- und Gewerbefreiheit nicht weiter aushöhlen sollten und weil zentrale Werte wie Freiheit und Selbstverantwortung endlich wieder mehr Nachachtung verdienen. Deshalb stimmen wir aus Überzeugung für diese Volksinitiative.

René Langenegger, FDP-Kantonsrat Bruderwald 4, 9043 Trogen

Monica Sittaro, FDP-Kantonsrätin Stofelweid 9, 9053 Teufen