SCH mit wichtigen drei Punkten

Der SC Herisau gewinnt am Mittwoch auswärts gegen Ceresio mit 5:2. Damit setzten sich die Ausserrhoder 1.-Ligisten auf dem vierten Tabellenrang fest.

Markus Fässler
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Herisaus Topskorer Luca Homberger erhöhte seine Bilanz mit dem Treffer zum 5:2. (Bild: pd)

Herisaus Topskorer Luca Homberger erhöhte seine Bilanz mit dem Treffer zum 5:2. (Bild: pd)

EISHOCKEY. «Die Partie gegen Ceresio war ein typisches Eishockeyspiel: drei Drittel, drei verschiedene Gefühlslagen», fasst Trainer Roger Nater das Spiel vom Mittwochabend zusammen. Trotz der Hochs und Tiefs, der 5:2-Sieg sei absolut verdient gewesen.

Konzentrierter Start

Die Einstellung der Herisauer 1.-Ligisten für dieses wichtige letzte Spiel des Jahres stimmte. Die Ausserrhoder starteten konzentriert ins Spiel und dominierten den Gastgeber. «Allen war bewusst, dass wir etwas Positives für die Tabellenlage erreichen können; für uns war es ein Playoffspiel in der Qualifikation», so Nater gestern auf telefonische Anfrage.

Der SC Herisau eröffnete das Skore in der 7. Minute. Nach einer gelungenen Kombination über Steimer und Butty schloss Hendry zum 1:0 ab. Vier Minuten später erhöhte Schnüriger in Überzahl mit einem Weitschuss auf 2:0.«Hervorragende 20 Minuten», bilanziert Roger Nater.

Aufgehört zu spielen

Im zweiten Drittel änderte sich das Bild komplett – der SC Herisau hörte auf, Eishockey zu spielen. In den Reihen der Ausserrhoder breitete sich laut Nater Selbstzufriedenheit aus, so dass das Momentum auf die Seite der Gastgeber wanderte. Dazu kamen Zweiminutenstrafen. «Eine Folge davon, dass wir nur noch das Nötigste oder eben gar nichts mehr auf dem Eis gemacht haben», so Nater. Die Mannschaft hielt sich im zweiten Drittel nicht mehr an das vorgegebene System.

Die Herisauer kassierten in der 31. Minute durch Vassalli den Anschlusstreffer und in der 39. Minute den 2:2-Ausgleich durch Bianchi. Beide Tore fielen in Unterzahl. Diverse vergebene Grosschancen am Anfang dieses zweiten Drittels trugen auf Seiten der Ausserrhoder ebenfalls nicht zu einer Spielberuhigung bei. «Wir mussten froh sein, dass es Ende dieses Drittels 2:2 stand», zieht Coach Roger Nater Bilanz.

Vorentscheidung durch Steimer

«Ich habe in der zweiten Pause die Spieler wieder zurück auf den Anfang geholt und ihnen nochmals vor Augen gehalten, wieso wir hier sind», so der Trainer. Die Worte zeigten Wirkung: Im letzten Drittel trat der SC Herisau wieder wie zu Spielbeginn auf. In der 53. Minute gelang den Gästen durch einen satten Schuss Dieners die 3:2-Führung. Für die Vorentscheidung sorgte Steimer. Nachdem Ceresio die Räume aufmachte, schloss er einen Konter zum 4:2 (59.) ab . Den 5:2-Schlusspunkt setzte Luca Homberger mit einem «Energieanfall».

Gute Ausgangslage geschaffen

Nach dem Sieg gegen Ceresio hat sich der SCH auf dem vierten Platz festgesetzt. Der Rückstand auf das zweitplazierte Bülach beträgt lediglich zwei Punkte. «Wir haben uns eine gute Ausgangslage geschaffen», so Nater.

Am 3. Januar steht bereits das nächste Spiel gegen Uzwil an. Damit schliesst der SCH den «Road Trip» mit vier Auswärtsspielen in Folge ab. Das Ziel in Uzwil ist klar: ein Sieg und damit Revanche für die schmerzliche 2:3-Heimniederlage vom November.

Ceresio – Herisau 2:5 (0:2, 2:0, 0:3) Pista Resega – 75 Zuschauer – Sr. Huber, Blatti/Hungerbühler. Tore: 7. Hendry (Butty, Steimer) 0:1. 11. Schnüriger (L. Homberger, Rohner, Ausschluss Masa) 0:2. 31. Vassalli (Grassi, Ausschluss Homberger) 1:2. 39. Bianchi (Rogger, Vassalli, Ausschluss Homberger und Schumacher) 2:2. 53. Diener (Butty, Hendry, Ausschluss Suter) 2:3. 59. Steimer (Schumacher, Diacon) 2:4. 60. L. Homberger (Schumacher) 2:5. Ceresio: Mantegazzi; Rogger, Caraguti; Mengoni, Suter; Ruspini, Masa, Bianchi; Cerinotti, Grassi, Schena; Margonar, Voneschen, Vassalli; Brughera, Vanetti. Herisau: Marti; Diacon, Schnüriger; K. Homberger, Diener; Schumacher, Hohl; L. Homberger, Vlk, Rohner; Ammann, Breitenmoser, Aerni; Hendry, Steimer, Butty; Müller, Koller. Strafen: Ceresio 4mal 2 Minuten, Herisau 5mal 2 Minuten. Bemerkungen: Herisau ohne Schüepp und Lipp (beide verletzt) sowie Haller (Elite-A-Einsatz mit Kloten).