SCH feiert dritten Saisonsieg

EISHOCKEY. Der SC Herisau entscheidet das Kellerduell gegen den EHC Seewen mit 3:1 zu seinen Gunsten. Die Appenzeller überzeugen mit einer kämpferischen Leistung. Am Ende benötigten sie aber auch einen starken Torhüter Fabio Haller.

Patrik Kobler
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SCH-Stürmer Marc Pace jubelt nach dem 1:0. (Bild: pf)

SCH-Stürmer Marc Pace jubelt nach dem 1:0. (Bild: pf)

Der SC Herisau feiert gegen den EHC Seewen seinen dritten Saisonsieg. Der 3:1-Erfolg ist verdient; bis er unter Dach und Fach war, brauchte es allerdings einige Nerven. Denn die Appenzeller kassierten in der Schlussphase zwei Strafen und ermöglichten den Innerschweizern so, fast den Ausgleich zu erzielen. Erst wanderte in der 53. Minute Petr Vlk mit einer Fünfminutenstrafe plus Restausschluss für Beinstellen unter die Dusche, dann musste in der 55. Minute auch noch Mike Küng für Bandencheck auf die Strafbank. Seewen setzte Herisau in doppelter Überzahl arg unter Druck, doch Goalie Fabio Haller sicherte mit zwei Paraden den knappen Vorsprung.

Harmloses Powerplay

Die Startphase des Spiels war unspektakulär verlaufen. Hüben wie drüben fehlte es an Präzision. Erst ab der 14. Minute nahm die Partie Fahrt auf. Der SC Herisau erspielte sich in kurzer Folge mehrere Chancen und baute deutlich mehr Druck im gegnerischen Drittel auf. Daraus resultierten zwar keine Tore, aber Strafen. Das Überzahlspiel der Appenzeller verdiente jedoch einmal mehr das Prädikat: «Harmlos!». Trainer Roger Nater entschuldigend: «Es stehen zwei Spiele pro Woche an. Da fehlt uns die Zeit fürs Powerplay-Training.» Im ersten Überzahlspiel hatte das Heimteam gar einen Schreckensmoment zu überstehen, denn Schön traf in der 15. Minute den Pfosten. Das erste Drittel endete ohne Tore.

Führung durch Pace

Der Mittelabschnitt begann animiert. Herisau konnte gleich in doppelter Überzahl spielen. Das Tor fiel aber erst bei numerischer Ausgeglichenheit. Pace zog in der 24. Minute los und erzielte mit einem flachen Schuss das 1:0. Lange hatte die Führung nicht Bestand. Knapp dreissig Sekunden später bejubelten die Innerschweizer den Ausgleich durch Schön. Das Tor fiel im Powerplay, nachdem Aerni auf die Strafbank beordert wurde. Nun hatten die Gäste eine kurze Druckphase. Es war dann aber in der 28. Minute der SC Herisau, der erneut in Führung ging. Schneider kam nach einem Abschlussversuch von Vlk an die Scheibe und erzielte das 2:1. Dieses Resultat hatte bis zur 59. Minute Bestand. Dann erzielte Brunner das 3:1 ins leere Tor. Seewen hatte zuvor nach einem Time-out Torhüter Balmer durch einen sechsten Feldspieler ersetzt.

Herisau – Seewen 3:1 (0:0, 2:1, 1:0) Sportzentrum. – 326 Zuschauer. - Sr. Hässig, Krotak/Fausch Tore: 24. (23:06) Pace (Senn, Hohl) 1:0. 24. (23:42) Schön (Suter, Müller, Ausschluss Aerni) 1:1. 28. Schneider (Vlk) 2:1. 59. Brunner (ins leere Tor) 3:1. Herisau: Haller; Hohl, Brunner; Nater, Diener; Küng, Meyer; Aerni, Schneider, Vlk; Jeitziner, Ammann, Popp; Senn, Pace, T. Koller; M. Koller, K. Homberger, Crasemann; Peter. Seewen: Balmer; Sigg, Gull; Schnüriger, Holdener; Baggenstoss, Schättin; Nideröst, Bolfing, Schmidig; Schön, Bolli, Oggier; Büeler, Müller, Brücker; Suter, Kücük, Domenighetti. Strafen: Herisau 5 x 2 Minuten plus 5 Minuten und Spieldauerdisziplinarstrafe (Vlk, Beinstellen). Seewen 5 x 2 Minuten. Bemerkungen: 15. Pfostenschuss Schön. 28. Pfostenschuss Popp. 58.23 Time-out Seewen; anschliessend Seewen bis 58.55 ohne Torhüter.

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