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SC Herisau gewinnt gegen das Schlusslicht

Der SC Herisau ist gegen die bescheidenen Red Lions Reinach beim 5:2 ungefährdet. Die Gastgeber sind dem Tabellenletzten der 1. Liga überlegen, überzeugen aber nur phasenweise.
Lukas Pfiffner
Dem Torhüter Andrin Kunz und seinen Reinacher Kollegen bleibt nur das Nachsehen: Ivan Hausammann (rechts) trifft zum 1:1. (Bild: Mea McGhee)

Dem Torhüter Andrin Kunz und seinen Reinacher Kollegen bleibt nur das Nachsehen: Ivan Hausammann (rechts) trifft zum 1:1. (Bild: Mea McGhee)

Der dritte Sieg in den letzten vier Spielen hat den Blick für die Realität nicht vernebelt. «Ausser den drei Punkten können wir da nicht viel Positives mitnehmen», meinte Captain Roman Popp am Mittwoch. Seine Mannschaft war dem Tabellenletzten Red Lions Reinach in jeder Beziehung überlegen. Der Sieg fiel trotz eines frühen Rückstandes ungefährdet aus – aber viel zu knapp.

Doppeltorschütze Timo Koller

Vor allem im zweiten Drittel konnten die Gastgeber zeitweise fast nach Belieben kombinieren. Auch mit einem Mann mehr vermochte Reinach wenig zu bewirken. Timo Koller, der einzige Doppeltorschütze, vergab einmal in Unterzahl, als er alleine auf den Torhüter laufen konnte. Und ein Zeichen der Herisauer Überlegenheit stellte auch die 41. Minute dar, als sie wieder nur zu viert waren: Aerni zog in «Penaltymanier» los, scheiterte am (zweiten) Goalie, der nachsetzende Jeitziner schob den Puck ins Tor. «Der Headschiedsrichter hatte nicht gesehen, dass die Scheibe die Linie überquert hatte», berichtete Roman Popp. «Gut, hat das keine Rolle mehr gespielt.» «Es liegt an mir: Chancen habe ich ja» Aber die scheinbare Leichtigkeit hatte zur Folge, dass sich die Einheimischen in der eigenen Zone manche Fehler leisteten: Gegen einen stärkeren Gegner hätten diese vermutlich auf direktem Weg Folgen im Resultat gehabt. «Wir haben praktisch in jedem Spiel eine Baisse», blickte Popp zurück.

Chancenverwertung mangelhaft

Das zweite Thema, das ihn (und wohl auch die Zuschauer) beschäftigte: die Chancenauswertung. Man hätte einige Tore mehr schiessen müssen, sagte der Flügelstürmer und nahm sich nicht aus. Von einem persönlichen «Loch» sprach er im Zusammenhang mit der Tatsache, dass er noch auf seinen ersten Saisontreffer wartet. Auch andere Spieler bringen die Scheibe derzeit nicht unter, obwohl vorgestern sehr viele Schüsse abgegeben wurden. Eine Rolle spielt dabei der Umstand, dass Herisau mit drei Powerplayblöcken spielt und einige Schlüsselspieler auf den Angriffspositionen weniger Eiszeit erhalten als gewohnt. «Das mag stimmen. Aber letztlich liegt es an mir, dass ich wieder treffe: Chancen habe ich ja.»

Zwei Tore in Überzahl

Immerhin besass das Überzahlspiel Wirkung – einmal spät und einmal früh: In der letzten Sekunde der ersten Strafe fiel das 2:1, nach 16 Sekunden der zweiten Strafe das 3:1. Die Red Lions aus Reinach haben in den bisherigen sieben Runden mit Abstand am meisten Gegentore erhalten (38). Wer die Partie im Sportzentrum gesehen hat, kann davon nicht überrascht sein. Sie wirkten wenig abgestimmt und weisen schon neun Punkte Abstand auf Herisau auf, das derzeit den letzten Playoffplatz belegt. Die Reinacher haben im Sommer ein neues Team zusammengestellt. Ihrem Kader gehörte vorübergehend auch der aus Herisaus Nachwuchsabteilung stammende Jordan Pfennich an. Er hat eine wahre Tour de Suisse hinter sich: Seit 2011 spielte er für die Elitejunioren in Uzwil, Biel und Herisau sowie bei den Aktiven für die Pikes, Kreuzlingen, Herisau, Wil, Weinfelden, Basel und Chur. Dazu kam vor zwei Jahren eine Testphase in Davos. Der 24-jährige Stürmer, der auch den österreichischen Pass besitzt, verliess aber kurz vor Saisonstart Reinach und schloss sich der VEU Feldkirch an.

60. Geburtstag: «Jack ist Weltklasse»

Deutlich mehr angetan als von der Leistung der eigenen Mannschaft zeigte sich Roman Popp im Übrigen von der Arbeit und Hilfsbereitschaft einer Person, die am Montag den 60. Geburtstag gefeiert hat: «Jack ist Weltklasse.» Er meinte Jack Holderegger, der seit vielen Jahren im SC Herisau weitaus mehr ist als ein Pfleger. Er mache alles für das Team, sei wie eine Mutter für die Spieler und quasi 24 Stunden pro Tag im Einsatz. Er habe immer ein offenes Ohr, erzählte der Captain. Vor der Partie hatte Holderegger von Präsident Dario Heinrich über den Lautsprecher Glückwünsche und den Dank entgegennehmen dürfen.

Telegramm

Herisau – Reinach 5:2 (2:1, 3:1, 0:0) Sportzentrum. – 254 Zuschauer. – Sr. Rüegg, Kobzal/Hollenstein. Tore: 4. Bachmann (Rothen) 0:1. 8. Hausammann (Grau, Holdener) 1:1. 18. T. Koller (Jeitziner, Aerni, Ausschluss Hagmann) 2:1. 22. Bommeli (Pace, Ausschluss Hagmann) 3:1. 30. Rothen (Penalty nach Foul Studerus) 3:2. 32. T. Koller (Aerni) 4:2. 34. Hofstetter (Jeitziner) 5:2. Herisau: Klingler; Homberger, M. Koller; Hofstetter, Jeitziner; Bohlhalder, Olbrecht; Studerus; Bommeli, Rotzinger, Grau; Aerni, T. Koller, Gartmann; Popp, Pace, Speranzino; Holdener, Hausammann, Heinrich; Brügger. Reinach: Kunz (41. Witschi); Schwegler, Schnyder; Hagmann, Bachmann; Vogt, Zubulis; Lutz; Dum, Holinger, Rothen; Zürcher, Augstburger, Renggli; Rietmann, Kiser, Rosamilia; Jegen, Moldovanyi. Strafen: Herisau 3-mal 2 Minuten, Reinach 5-mal 2 Minuten. Bemerkungen: Spielbeginn eine Viertelstunde verzögert wegen verspäteter Anreise der Gäste. 20. Pfostenschuss Aerni. 56. Pfostenschuss Grau.

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