Sascha Müllers GC lässt dem Unterklassigen FC Bühler im Cup keine Chance: Die Gäste aus der Women's Super League gewinnen 14:1. Sicherheitsleute, Salsiccia und Tsikas spielen eine Rolle

Der Schweizer Cup bescherte den Erstligistinnen des FC Bühler einmal mehr einen attraktiven Gegner. 240 Zuschauer wollten die Partie gegen GC aus der höchsten Frauenliga sehen. Den schönsten Treffer der torreichen Partie erzielte eine Einheimische.

Mea McGhee
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Die Erstligistinnen des FC Bühler zeigten gegen GC aus der Women's Super League eine kämpferische Leistung.

Die Erstligistinnen des FC Bühler zeigten gegen GC aus der Women's Super League eine kämpferische Leistung.

Bild: Mea McGhee

«Das Spiel dauerte eine halbe Stunde zu lang», konstatierte Bühlers Trainer Antonio Romano. Gleich mit 1:14 unterlagen seine Erstligistinnen am Samstag im 1/32-Final des Schweizer Cups den Grasshoppers aus Zürich.

Antonio Romano, Trainer der Erstligistinnen des FC Bühler.

Antonio Romano, Trainer der Erstligistinnen des FC Bühler.

Bild: Mea McGhee

Sieben GC-Treffer in knapp 30 Minuten

Das Team aus der Women’s Super League, trainiert von St. Gallens Meisterspieler Sascha Müller, war besonders in der zweiten Halbzeit äusserst effizient: Beinahe jeder Angriff endete mit einem Tor. Vom 7:1 bis zum 14:1 benötigten die Grasshoppers weniger als eine halbe Stunde. Den schönsten und am meisten umjubelten Treffer aber erzielten die Unterklassigen: In der 56. Minute traf Melina Tzikas nach präziser Flanke von rechts zum 1:6.

Melina Tsikas war einzige Torschützin des FC Bühler.

Melina Tsikas war einzige Torschützin des FC Bühler.

Bild: Mea McGhee

«Dieses Tor hat sich Bühler verdient», sagte GC-Trainer Müller. Und weiter meinte er:

Sascha Müller, Trainer GC-Frauen.

Sascha Müller, Trainer GC-Frauen.

Bild: Mea McGhee
«Ich finde es bemerkenswert, dass dieser Verein so stark auf den Mädchen- und Frauenfussball setzt.»

Ebenfalls lobt Müller, dass der Unterklassige hoch stand und versuchte, mitzuspielen, statt sich hinten einzuigeln.

Göbsimühle «ausverkauft»

240 Zuschauer und damit die maximal zulässige Anzahl – dazu vereinzelte Fans ennet des Zauns auf der Wiese – fanden sich zu diesem Cupfest auf dem Sportplatz Göbsimühle in Bühler ein. Die weiteste Anreise hatte das Schiedsrichtertrio aus dem Tessin, das die Partie souverän leitete. Das Online-Fussballmagazin «Abseits.ch» übertrug live. Es wurden extra drei Kabelrollen verlegt, allerdings erwies sich die Internetverbindung als zu langsam und so wurde die Übertragung zu einer Radioreportage mit Bildern.

Die Stimmung auf dem Sportplatz Göbsimühle war trotz der Kanterniederlage gut.

Die Stimmung auf dem Sportplatz Göbsimühle war trotz der Kanterniederlage gut.

Bild: Mea McGhee

Ansonsten hatte der FC Bühler für eine perfekte Infrastruktur gesorgt: Es gab Parkplatzeinweiser, Sicherheitsleute kontrollierten den Einlass, Absperrbänder und Bodenmarkierungen sorgten für coronakonforme Abstände und die Festwirtschaft verwöhnte das Publikum mit den Spezialitäten FC Blätz oder Salsiccia im Hotdog-Brötchen.

Mehrere Lattenschüsse

Zur Pause führten die Gäste 4:0. Gleich mehrmals hatte Bühlers Goalie Joëlle Büchler starke Reflexe gezeigt. Doch die Zürcherinnen reagierten bei unübersichtlichen Situationen in Bühlers Strafraum stets schnell und kamen so zu Toren durch Rauber, Csillag und zweimal Markovic. Sowohl Bühler als auch GC traf mehrmals die Latte. Unter anderem wurde Selina Ramellis Schuss von GC-Keeperin Furrer in der 25. Minute ans Metall abgelenkt. Und in der 65. Minute setzte Belinda Bischof einen Freistoss an die Latte.

Premiere für Bühlers Captain

Nach Bühlers Ehrentreffer liessen die Kräfte der Einheimischen nach. GC liess Ball und Gegner laufen – und kannte keine Gnade. «Wir haben unser Konzept ungeachtet der deutlichen Führung durchgezogen», lobte Müller sein Team. Eine Premiere dann für Nadja Loser: Bühlers Captain wurde nach Spielschluss vom «Abseits»-Reporter zum Liveinterview vor die Kamera gebeten. Sie analysierte wie ein Routinier: «Wir haben unser Bestes gegeben und in der ersten Halbzeit gut mitgehalten. Am Ende fehlte gegen diesen starken Gegner die Kraft.»