Sanierung Oberstufe und Zusatzprojekt Gymnastikraum

Viel mehr als ein Gymnastikraum Ausgabe vom 11. September 2014 Zu den Wahlen in die Mosnanger GPK Zum Theaterstück «Alles Kilian» in Bütschwil Zum Standort der Kantonsschule

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Vor 25 Jahren war die Eröffnungsfeier der Oberstufe Moslig. In diesen 25 Jahren wurden die Gebäulichkeiten der Oberstufe nicht nur für Schulzwecke benötigt, sondern auch für Grossanlässe wie die Fasnacht, Unterhaltungsabende der verschiedenen Vereine, Radball, Grümpis, diverse Turniere und Trainings, Konferenzen, Tagungen, Theater, Gewerbeausstellungen, für hitzige Diskussionen an Gemeindeversammlungen und vieles mehr.

Wenn wir all die aktiven Vereine sehen und was im Dorf Mosnang alles auf die Beine gestellt wird, wie die Turnhalle jeden Abend und an den Wochenenden besetzt ist, kann man doch die Vorlage Sanierung Oberstufe mit dem Zusatzpaket «Gymnastikraum» niemals ablehnen.

Viele Stimmbürger überlegen sich zwar zu Recht: Was bringt mir ein Gymnastikraum und ist der nötig? Das liegt wohl am etwas irreführenden Namen des neu vorgesehenen Gebäudeteils. Keine Angst, der Gymnastikraum kann nicht nur für Boden-, Gymnastik- oder Altersturnen benützt werden, nein, er ist auch für Festwirtschaft, Apéro, als Sitzungsraum, Kaffeestube etc. zu gebrauchen. Das ist eine zukunftsträchtige Investition, die unseren Vereinen, unserer Jugend bei den Freizeitaktivitäten zugute kommt, jeder und jede in unserer Gemeinde kann davon profitieren. Wie seinerzeit der Bühnenanbau in der Oberstufe ist auch das Zusatzprojekt Gymnastikraum ein weitsichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Mit Überzeugung werde ich daher meinen Stimmzettel für die Oberstufensanierung und das Zusatzprojekt Gymnastikraum mit 2mal Ja abgeben.

Danke, wenn Sie ebenfalls positiv den Vorlagen zustimmen.

Gregor Schnellmann, Präsident RMV Mosnang und Guggemusig Mosnang, Untere Grütliwiese 1, 9607 Mosnang

Neue Kräfte für die Mosnanger GPK

Mosnang wählt Ende September zwei neue Mitglieder in die Geschäftsprüfungskommission der Politischen Gemeinde. Die Arbeit und der Auftritt der Geschäftsprüfungskommission waren in den letzten Jahren nicht immer vertrauensbildend. Die GPK muss als Kontroll- und Aufsichtsorgan die Arbeit des Gemeinderates und der Verwaltung fachkompetent und kritisch begleiten. Ihre Aufgabe besteht nicht darin, selber Politik zu betreiben. Eine genügend grosse Aussensicht sowie die berufliche und fachliche Unabhängigkeit der gewählten Personen sind zur Ausübung dieses Amtes ein Muss. Mit Alex Forrer und Jürg Niebecker stehen zwei Kandidaten für die GPK zur Wahl, welche diese Kriterien erfüllen. Ich traue ihnen aufgrund ihrer Persönlichkeit und ihrer Fachkompetenz zu, dass sie sich rasch in die neue Aufgabe einarbeiten und mit der notwendigen Unabhängigkeit der GPK wieder das notwendige Gewicht und den Respekt verleihen werden.

Andreas Widmer, Kirchweg 4, 9613 Mühlrüti

«Also denn, traut euch!»

«Also denn, traut euch!», so lautete der Aufruf am Ende des eindrücklich gespielten und inszenierten Theaterstücks «Alles Kilian» am letzten Wochenende in Bütschwil. Wirklich eine tolle Leistung.

«Traut euch!», ermutigte die Grossmutter ihre beiden Grosskinder und ihre Mutter, welche auf Besuch bei ihr im Altersheim waren. Dann erzählte die alte Dame, wie sie im Altersheim Zeit habe, für die Nöte in Familie, Schule und Welt zu beten. Jeden Tag bete sie den Rosenkranz, den sie früher als langweilig empfunden habe. Auch gehe sie ab und zu zur Beichte. Was ihr helfe, froh auf den Lebensabend zuzugehen. Jeden Morgen nehme sie sich Zeit, in der Bibel zu lesen und das Wort Gottes zu betrachten, was ihr eine grosse Zuversicht und viel Freude im Herzen gebe. Einmal in der Woche komme sie mit drei anderen Bewohnerinnen für das Bibellesen zusammen. Das sei jedesmal eine Ermutigung… Doch Halt! Stop! So mutig war die Grossmutter überhaupt nicht…

Die Frage sei erlaubt: Was hätte der heilige Kilian zur heutigen Kirchensituation gesagt? Vielleicht dies:

«Bleibt eurer Kirche treu. Betet in den Familien und im Altersheim für die Anliegen in Kirche und Welt. Gerade das Rosenkranzgebet ist ein kraftvolles und wirksames Gebet. Geht zur Beichte und versöhnt euch. Habt Respekt vor den bedeutenden Päpsten Johannes Paul II. und Benedikt XVI. Spielt sie nicht gegen Papst Franziskus aus. Informiert euch genau, was am 2. Vatikanischen Konzil 1962–1965 besprochen wurde.

Plappert nicht nach dem Zeitgeist.

Verkündet in euren Gottesdiensten und im Religionsunterricht die frohe Botschaft der Liebe Gottes für jeden Menschen. Nehmt euch Zeit, in der Bibel das Wort Gottes zu hören. Traut euch, aus der Liebe Gottes zu leben.» (Johannes 3, 16)

Markus Frey, Weidlistrasse 10, 9607 Mosnang

Allein im Hagel der Kritik

Über den gesamthaft sinnvollsten Standort einer Kantonsschule darf man geteilter Meinung sein. Genauso, wie die einen der total fast zwei Milliarden Franken teuren Sanierung sämtlicher St. Galler Spitäler ohne jedes Gesamtkonzept und ohne Berücksichtigung der heutigen gesundheitspolitischen und finanziellen Rahmenbedingungen zustimmen, und andere eben nicht. Die Gesamtregierung hat sich jedenfalls schon im Sommer 2013, gestützt auf den Bericht «Strategische Schulraumplanung für st. gallische Bildungseinrichtungen» aus dem Jahr 2011, klar für den Kanti-Standort Wattwil ausgesprochen und ausdrücklich festgehalten, dass alternative Standorte nicht zu prüfen seien.

Auf Kritik der SVP Toggenburg und See-Gaster, dass Regierungsrat Willi Haag den Vorsteher des Bildungsdepartements in der Frage des Kantonsschulstandortes vollkommen alleine lasse, nachdem er bei der Spitalplanung stets an der Seite von Heidi Hanselmann zu sehen sei, reagierte dieser heftig. Die Vorwürfe seien «völlig daneben». Die Evaluation eines Standortes für die Kantonsschule sei eine strategische Angelegenheit und das sei immer und in jedem Fall Sache des jeweiligen Departements, in diesem Fall also Sache des Bildungsdepartements. Er, der Baudirektor, komme dann ins Spiel, wenn tatsächlich Bauvorhaben anstehen (Tagblatt vom 10. März und «Zürichsee-Zeitung» vom 8. März 2014, Seite 3).

Dies sagte er im März 2014 der Presse, im Wissen, dass er Monate zuvor eigenmächtig und ohne Wissen und ohne Zustimmung des Bildungschefs und der Gesamtregierung eine interne und eine externe Studie zur strategischen Standortfrage in Auftrag gegeben hatte, wie unlängst durch die regierungsrätliche Beantwortung der Einfachen Anfrage «Studien und Informationspolitik zur Kantonsschule Wattwil» offengelegt wurde. In der Folge liess der Baudirektor den Bildungschef allein im Hagel der Kritik über die Kommunikationspolitik zur Kanti Wattwil stehen.

Es stellt sich nun die Frage, was das Baudepartement mit diesen Handlungen bezweckt. Das Verhalten von Regierungsrat Willi Haag ist höchst unkollegial und wirft ernsthafte Fragen auf. Der Bildungschef hingegen hat während der gesamten Zeit das Kollegialitätsprinzip gewahrt und die an den falschen gerichteten Vorwürfe auf sich genommen. Es ist an der Zeit, dass hier Klarheit geschaffen wird.

Barbara Keller-Inhelder Präsidentin SVP See-Gaster Mirco Gerig, Präsident SVP Toggenburg

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