Sanierung Haggenbrücke: Ein grosser «Lupf»

Mit der Anbringung der Suizidschutznetze sind die 6,3 Mio. Franken teuren Sanierungsarbeiten an der Haggenbrücke kürzlich definitiv abgeschlossen worden.

David Scarano
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Die Gemeinde Stein ist fast eine Insel. Sie ist praktisch nur über Brücken zu erreichen. Die bekannteste ist die Haggenbrücke, im Volksmund auch «Ganggelibrogg» genannt. Sie gilt als höchster Fussgängersteg in Europa und verbindet Stein mit St. Gallen. Fertig erstellt wurde die 355 Meter lange und 100 Meter hohe Brücke im Jahr 1937.

650 Tonnen Beton entfernt

Im letzten Jahr wurde die Haggenbrücke während acht Monaten saniert. Alle Träger und Stützen wurden entrostet und die Fahrbahnplatte erneuert.

Insgesamt entfernten die Arbeiter 650 Tonnen Beton und 160 Tonnen Belag. Die Fahrbahnplatte besteht seit der Sanierung aus mit Gussasphalt überzogenen Stahlplatten.

Mitte Dezember 2009 erfolgte die feierliche Wiedereröffnung. Dieser Tage fand die Sanierung mit der Anbringung der Suizidschutznetze den definitiven Abschluss. Um die Schwankungen zu reduzieren, wurden Schwingungsdämpfer eingebaut.

Die Sanierung stellt für die Ausserrhoder Gemeinde einen grossen finanziellen «Lupf» dar. Die Kosten betrugen gesamthaft 6,3 Mio. Franken. Ein Vertrag aus dem Jahre 1936 regelt, dass sich beide Partner hälftig zu beteiligen haben.

2400 Franken Pro Kopf

Pro Einwohner müssen die Steiner 2400 Franken, die Stadt-St. Galler nur 42 Franken bezahlen. Bund und Kanton sowie verschiedene Stiftungen sind zudem finanziell massgeblich daran beteiligt.